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14.10.2010

Klaus Zwickel spricht über die Wirtschaftskrise

OBERLENGENHARDT. „Krise in Deutschland: Oben angerichtet — unten bezahlt!?“ war die Fragestellung des Schömberger Gesprächs am Mittwochabend. Dazu hatte der evangelische Pfarrer Matthias Eidt den ehemaligen Vorsitzenden der IG-Metall Klaus Zwickel eingeladen. „Laut der letzten Einschätzungen hat die Finanzkrise weltweit zwischen zwölf und 13 Billionen Dollar gekostet.

Aber bei dieser Summe kommt es auf eine Billion mehr oder weniger auch nicht an“, verdeutlichte Zwickel zunächst die Ausmaße der Krise. Zwar sei die Auftragslage in der deutschen Industrie inzwischen wieder sehr gut, aber vorallem für Hartz-IV-Empfänger, Niedriglohn-Arbeiter und Mini-Jobber sei die Krise noch nicht bewältigt.Ungeklärt sei auch immer noch die Frage einer angemessenen finanziellen Beteiligungen der Banken an den Folgen der Krise. Eine Regulierung der Finanzmärkte sei nach Einschätzung Zwickels auch nicht in Sicht.