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03. Februar 2012
Schwer verletzt: Eine Feuerwerksbatterie, die beim Anzünden sofort explodierte, traf den Kapfenhardter Theo Hinsberger an Silvester mitten ins Gesicht. Mehrere Brüche waren die Folge.
Schwer verletzt: Eine Feuerwerksbatterie, die beim Anzünden sofort explodierte, traf den Kapfenhardter Theo Hinsberger an Silvester mitten ins Gesicht. Mehrere Brüche waren die Folge.

Knallerei wird zum Alptraum: Zwei Männer schwer verletzt

In Salmbach und Büchenbronn ist es in der Silvesternacht zu folgenschweren Feuerwerksunfällen gekommen. Das wurde jetzt bekannt. Nach übereinstimmenden Schilderungen der Opfer sind in beiden Fällen Feuerwerksbatterien desselben Herstellers beim Anzünden ohne jegliche Verzögerung explodiert.

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In Salmbach zertrümmerten Feuerwerkskugeln einem 58-Jährigen die rechte Gesichtshälfte. Er trug eine Augenverletzung und mehrere Brüche davon, die operiert werden mussten. Jetzt hat er Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gestellt und fordert Schmerzensgeld. Der 26-jährige Büchenbronner erlitt Verbrennungen im Gesicht und eine leichtere Augenverletzung. Auch er trägt sich mit Schmerzensgeldforderungen.

PZ-Recherchen haben nun ergeben, dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt. Bundesweit sind Silvester-Unfälle mit Verbund-Feuerwerken derselben Marke nach ganz ähnlichem Muster bekannt. „Ja, die Firma hat uns über Probleme informiert“, bestätigt Ulrike Rockland, Sprecherin Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin: „Derzeit werden bei uns Baumuster von Feuerwerksbatterien geprüft.“ Bis Ergebnisse vorliegen, könne es aber mehrere Wochen dauern. Die BAM ist eine von 13 Stellen in der EU, die Feuerwerkskörper prüfen und freigeben kann. Bereits vor Silvester hatte die BAM vor zwei Produkten gewarnt und ihnen die BAM-Zulassung wieder entzogen. Daraufhin wurden sie vom Markt genommen. Der deutsche Anbieter, dessen Feuerwerke jetzt geprüft werden, war davon nicht betroffen.

Entdeckt hatte die BAM in beiden Fällen vor Silvester sogenannte „gedeckte Stoppine“ als Zündschnüre. „In Deutschland zugelassene Zündschnüre müssen eine Verzögerung von drei bis acht Sekunden haben“, so Rockland: „Die ,gedeckten Stoppine‘ – mit Papier umwickeltes Schwarzpulver – zünden dagegen sofort durch.“ Deshalb dürften sie hier nur von Experten verwendet werden.

Die Feuerwerke, die jetzt im Verdacht stehen, zu schnell durchgezündet zu haben, hatten aber offensichtlich eine BAM-Zulassung, sonst hätten sie nicht verkauft werden dürfen. Sollten „gedeckte Stoppine“ doch der Auslöser der Unfälle gewesen sein, „müsste nach der Prüfung die Bauart geändert worden sein“, so Rockland. Untersucht würden aber natürlich auch andere mögliche Ursachen, die zu einer Durchzündung hätten führen können.

Der Sprecher des Feuerwerksanbieters ist für eine Stellungnahme erst kommende Woche wieder zu erreichen. Region, Seite 25

Autor: Sven Bernhagen

03.02.2012

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Leserkommentare (21)

Mehr Kommentare
1
WUTKEHLCHEN | 03.02.2012 | 19:57

... hmmm, im Sylvester-Schwips wird rechts mit links leicht vertauscht - also das Feuerzeug weggeworfen, statt ... mehr...

2
zombiekiller | 03.02.2012 | 19:58

Sicherlich Made in Tschechei ! mehr...

3
Alaska | 03.02.2012 | 22:37

[QUOTE=WUTKEHLCHEN;109895]... hmmm, im Sylvester-Schwips wird rechts mit links leicht vertauscht - also das Feuerzeug weggeworfen, statt ...[/QUOTE] ...hmmm, stimmt, vermutlich haben die Opfer ihr Feuerzeug statt der FeuerwerksBATTERIE weggeworfen. Kann ja mal passieren. mehr...

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