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24.03.2009

Kommentar: Schnelle Internetanschlüsse in der Region

Ein Kommentar von Ralf Steinert Die große Datenwelt ist nicht in Ordnung. Viele kleine Ortschaften im Enzkreis stehen vor hohen rechtlichen Hürden, wenn sie das schnelle Internet wollen. Ein flächendeckender Zugang zum Datennetz gehört aber zur Daseinsvorsorge für die Wirtschaft. Gerade die mittelständischen Betriebe im ländlichen Raum dürfen vom schnellen Netz nicht abgekoppelt werden.

Jetzt muss der Kreis in die Offensive gehen und seinen Kommunen unter die Arme greifen. Eine Gemeinde wie Neuhausen weiß nicht mehr weiß, wie sie zur Datenautobahn kommt. Ortschaften im Heckengäu suchen verzweifelt nach Wegen, wie sie mit der Telekom ins T-DSL-Geschäft kommen, ohne Vorschriften der Europäischen Union zu verletzen. Landrat Karl Röckinger hatte vor einigen Tagen zum Verkehrsgipfel über den Ausbau der Straßen eingeladen.

Richtig so: Gute Verkehrswege sind wichtig fürs Gewerbe in der Region. Also sollte der Kreischef gleich morgen das nächste Gipfeltreffen ansetzen – diesmal über die Breitbandversorgung. Nur der Kreis kann im Sinne seiner Kommunen die komplizierten Wege zum schnellen Netz koordinieren. Landrat Röckinger sollte eine Beraterfirma ins Boot holen. Das Wichtigste jedoch ist, dass der Kreischef handelt und eine Breitband-Initiative gründet.