nach oben
Alle Beteiligten an einem Tisch im Rathaus Kieselbronn: So gelang es mit vereinten Kräften einen Kompromiss zum Verlauf der 380-Kilovolt-Stromleitung durch Pforzheim und den Enzkreis zu finden. Foto: Seibel
Alle Beteiligten an einem Tisch im Rathaus Kieselbronn: So gelang es mit vereinten Kräften einen Kompromiss zum Verlauf der 380-Kilovolt-Stromleitung durch Pforzheim und den Enzkreis zu finden. Foto: Seibel
19.12.2016

Kompromiss zur umstrittenen 380-Kilovolt-Stromleitung mit mehr Kompaktmasten

Alle Beteiligten an einem Tisch im Rathaus Kieselbronn: Dieses Rezept, das Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum (CDU) ausgestellt hatte, hat Wirkung gezeigt. Die große Runde mit den vor allem von den Leitungsplänen betroffenen Rathauschefs Heiko Faber (Kieselbronn) und Gert Hager (Pforzheim) sowie mit Vertretern der Netzbetreiber TransnetBW, der Deutschen Bahn, der Planungsbehörden, des Umweltministeriums und der Politik präsentierten nach knapp zweistündiger Beratung einen Kompromiss. Die Stromleitung soll deutlich weniger mächtig ausfallen als nach der herkömmlichen Bauweise.

Kieselbronn, wo viele Anwohner Sorgen geäußert hatte, erhält in der Hauptsache neuartige Kompaktmasten. Insgesamt 14 der insgesamt 30 für die Leitung nötigen Masten werden damit schlanker. Allerdings: Die Stromkabel müssen breiter geführt werden, als die Befürworter dieser Technik das propagieren. Das liegt an Sicherheitsbedenken der Bahn. Dafür werden die übrigen Stromgittermasten niedriger und schmaler gestaltet als üblich. Und: Auf Pforzheimer Markung wird Bedenken von Gewerbetreibenden Rechnung getragen. Die Trasse wird zwei Mal mehr über die Autobahn geführt als geplant. Damit bleibt sie weiter von den Betrieben im Obsthof entfernt.

Mehr zum Artikel lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Den ganzen Text, ergänzt um eine anschauliche Grafik und begleitende Texte, lesen Sie als PZ-news-Plus-Abonnent auf der Plus-Artikel-Übersichtsseite.

helmut
20.12.2016
Kompromiss zur umstrittenen 380-Kilovolt-Stromleitung mit mehr Kompaktmasten

Wird Zeit dass die Planungen abgeschlossen werden und gehandelt wird. Das Jahr 2022 rückt immer näher. Da müssen die Strommengen von der Nordsee in den Süden geleitet werden wenn der Atomstrom wegfällt. Man liest nur von dem Stromtransport vom Norden in den Süden. Heute ist die Stromausbeute von Windmühlen in Bayern und Brandenburg am höchsten. Knapp dahinter BW und Nordsee. Diese Leitungen müssen kreuz und quer durch Deutschland geführt werden wenn die einen Sinn haben sollten. Bis alle ...... mehr...

OB-Kandidat
22.12.2016
Kompromiss zur umstrittenen 380-Kilovolt-Stromleitung mit mehr Kompaktmasten

Man muss an dieser Stelle wirklich einmal feststellen, dass die TransnetBW sich wirklich bemüht hat, es allen Grundstückseigentümern und Gemeinden recht zu machen. Die gefundene Trasse hat wirklich fast alle Interessen berücksichtigt, sofern dies möglich war. Ob die "schlanken" Strommasten nun wirklich ein optischer Gewinn gegenüber Gittermasten sind, wage ich aber zu Bezweifeln. Man findet Masten dieser Art z.B. im Enztal Richtung Neuenbürg.... mehr...

Xeno
22.12.2016
Kompromiss zur umstrittenen 380-Kilovolt-Stromleitung mit mehr Kompaktmasten

Kompaktmasten bei einer 380-kV-Leitung wurden in Deutschland aus Kostengründen (nahezu doppelt so teuer mit Wartung) meines Wissens noch bei keinem EVU engesetzt. Kompaktmasten bei Höchstspannung sieht man eher in Südeuropa. Bei 110-kV Neubauten liegen Vollwandmasten voll im Trend (siehe Neuenbürg) mehr...