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05.12.2011

Kreisumlage bleibt bis zur letzten Sekunde hart umkämpft

ENZKREIS. Seit vier Wochen diskutieren die Kreisräte in den Ausschüssen des Kreistags nun schon über den Haushalt der Verwaltung für das kommende Jahr. Aber erst in der Schlusskurve, eine Woche vor der Verabschiedung des Etats 2012, ist der Streit um die Kreisumlage entbrannt.

Wie viel darf der Enzkreis den Städten und Gemeinden abverlangen? Soll die Verwaltung Schulden abbauen oder aber die Kommunen schonen? Über diese Fragen vermochten sich am Montag die Kreisräte im Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss auch nach längerer Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung für eine Beratung der Fraktionen nicht zu einigen. Auch ein Kompromissvorschlag fand keine Mehrheit. Jetzt hat der Kreistag am Montag, 12. Dezember, das letzte Wort – die Vollversammlung muss dann über eine der wichtigsten Einnahmequellen des Enzkreises entscheiden.

Was die Verwaltung anstrebt: Landrat Karl Röckinger hat im Entwurf des neuen Etats vorgeschlagen, die Kreisumlage um 5,5 Millionen Euro zu erhöhen – von 48,5 auf 54 Millionen Euro. CDU und SPD fordern dagegen eine spürbare Entlastung für die Städte und Gemeinden im Enzkreis -- die beiden Fraktionen fordern, die Umlage, für die die Kommunen aufkommen müssen, um drei Millionen Euro zu senken. rst