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10.05.2011

Künftig sollen Bürger den Landrat direkt wählen

ENZKREIS. Der Bürger soll das Wort haben. Mehr Elemente der direkten Demokratie will die grün-rote Landesregierung einführen. Konkret: In den Koalitionsvertrag geschrieben haben die beiden Regierungsparteien das Ziel, dass künftig die Bürger eines Landkreises ihren Landrat direkt wählen. Noch ist es aber nicht so weit: Enzkreis-Landrat Karl Röckinger wird am Montag, 16. Mai, noch aus der Mitte des Kreistags wiedergewählt.

Mit einer Volkswahl könnten sich die Fraktionen des Kreistags freilich anfreunden. Bei einer Direktwahl habe ein Kreischef das Vertrauen der Bürger. Die Kommunalpolitiker befürchten jedoch, dass bei einer direkten Wahl die Parteipolitik in den Vordergrund rücken könnte, da Kandidaten dann viel Geld für den Wahlkampf und die Unterstützung von Organisationen benötigen würden. rst