

KARLSBAD-LANGENSTEINBACH. Zwei Tage lang hat sich die mit Wasser beflutete Betonsäge in die Mauerscheibe auf dem Langensteinbacher Rathausplatz gefressen. Zunächst wurden vertikal acht kleine Mauerteile gesägt, bevor die einzelnen Stücke auf Sockelebene entfernt und mittels Kranwagen abtransportiert wurden.
Selten hat ein Bauobjekt die Bürger mehr in Wallung gebracht als die bei der Neugestaltung des Rathausplatzes vom Architekten als optisches Trennelement eingeplante Mauerscheibe. Bereits im August 2009, wenige Woche nach dem Aufbau der Mauerscheibe gründete sich eine Initiative „Gegen die Mauer auf dem Rathausplatz“, die nach intensiver Unterschriftensammlung ein Bürgerbegehren gegen dieses Objekt erreichte.
Nach mehreren zum Teil sehr kontroversen Beratungen beschloss der Gemeinderat schließlich Ende November 2009 den „Total-Abriss“ der Mauerscheibe. Bürgermeister Rudi Knodel hatte in der jüngsten Gemeinratssitzung die Kosten für den Abbau mit rund 4050 Euro beziffert. Die von ihm zeitgleich verkündete Bewirtung der Zuschauer während der beiden Abbruchtage durch das Jugendhaus fand nur geringe Resonanz. Knodel hatte die Mauerscheibe als Trennobjekt eher befürwortet.
Autor: Gustl Weber



