

EISINGEN. In die bunt schillernde Welt des Orients eintauchen: Das konnten die Besucher des Jahreskonzerts des Musikvereins Eisingen in der Aula der Grundschule. Unter das Leitmotiv „Eine arabische Nacht“ hatte Dirigent Alexander Weber sein Konzertdebüt mit dem großen Blasorchester des Musikvereins gestellt.
Orchester und Dirigent boten einen spannenden musikalischen Abend, der mit Triumphmarsch und Hymne aus Giuseppe Verdis „Aida“ eröffnet wurde. Als Paradebeispiel für orientalische Fabulierfreude gelten die „Märchen aus 1001 Nacht“, die immer wieder auch als Vorlage für musikalische Gestaltungen dienen. Der Märchenfigur „Aladin“ ist die gleichnamige Suite des Dänen Carl Nielsen gewidmet. Mit dem „Orientalischen Festmarsch“, „Aladins Traum“ und dem schwungvollen „Afrikanischen Tanz“ stellte das Blasorchester drei Sätze aus der von Johan de Mej für Harmonieorchester bearbeiteten Suite vor.
Auch die Walt-Disney-Studios haben sich „Aladin“ zum Thema gemacht. Eine Auswahl aus der Musik zum Zeichentrickfilm bot Heiko Genthner (Saxofon) und Peter Bader (Trompete) Gelegenheit zu mitreißenden Soli. Eine aufregende Liebesgeschichte im alten Persien erzählt das Stück „Persis“ von James Hosay, das Carmen Ritzmann mit einem bezaubernden Oboen-Solo zierte.
Musikalisch reich geschmückt ist die „Arabesque“ aus der Feder von Samuel Hazo. Petra Huttenloch verlieh dem Stück mit ihrem Flötensolo besonderen Glanz. Dass eine Polka nicht zwangsläufig böhmisch sein muss, zeigte dann die „Polka Oriental“ von Antonin Kadlec. Charmant und kenntnisreich führte Renate Dawo-Kunzmann durch die „Arabische Nacht“ des Eisinger Musikvereins.
Vereinsvorsitzender Jürgen Kunzmann würdigte zudem das Engagement von Dirigent Weber. Der 29-jährige Diplom-Musiker hatte die Leitung des großen Blasorchesters erst im September übernommen. In jeder Probe sei Webers Begeisterung für die Musik zu spüren, die er an das Orchester weitergebe, so Kunzmann. Mit einer dreitägigen Klausurprobe in Böblingen hatten sich Dirigent und Orchester auf das Jahreskonzert vorbereitet.
Viel zum einnehmenden Flair der „Arabischen Nacht“ trug auch das Bühnenbild bei, das Rudi Vogel ausdrucksstark gestaltet hat. Die Szenerie mit Oasenpalmen vor den Dünen der Wüste bildete einen vorzüglichen Rahmen für die Musik zum Film „Lawrence von Arabien“, deren Hauptthema das große Blasorchester vorstellte.
Autor: martin schott



