



Kämpfelbach/Eisingen. Umleitungsstrecke von Ersingen nach Königsbach nun noch länger: Baustelle in Eisingen führt zu weiteren Kilometern auf dem Tacho.
Schon vorher war die Umleitungsstrecke anspruchsvoll: Weil die Baustelle in Ersingen den Weg nach Bilfingen versperrt, musste der Autofahrer, der nach Königsbach wollte, auch schon bislang eine ausgedehnte Exkursion durch den westlichen Enzkreis auf sich nehmen. Von Ersingen ging‘s über Ispringen, Eisingen und Stein nach Königsbach. Doch seit einigen Tagen kommen noch einige Kilometer oben drauf. Denn jetzt ist auch die Ortsdurchfahrt im Süden von Eisingen dicht. Also kann man aus Ispringen kommend nicht bereits am ersten Kreisverkehr Richtung Eisingen abbiegen, sondern erst am Zweiten. Und wer die Umleitungsbeschilderung nicht rechtzeitig zur Kenntnis nimmt, kann dann gleich bis Göbrichen durchfahren, um dann von dort über Stein nach Königsbach zu gelangen.
Dass in der Region nun gleich mehrere Baustellen für Ungemach sorgen, ärgert einige Leser. Sie fragen sich: Warum können die Behörden die Baustellen nicht so koordinieren, dass sie zeitversetzt abgewickelt werden. Was sich hier, aber auch an anderer Stelle im Enzkreis abspiele, sei doch nicht mehr nachvollziehbar.
Kämpfelbachs Bürgermeister Udo Kleiner bedauert, dass durch die Arbeiten in Eisingen nun die Umleitungsstrecke für die Baustelle in Ersingen noch größer ausfalle. Das habe aber nicht die Gemeinde Kämpfelbach zu verantworten. Bewusst seien die Arbeiten an der Ersinger Ortsdurchfahrt Richtung Bilfingen in die Ferienzeit gelegt worden. Die Maßnahme an sich werde die Lebensqualität im Kämpfelbacher Ortsteil Ersingen eindeutig verbessern. Die Kuppe werde entschärft, der Straßenbelag erneuert, ein behindertengerechter Übergang geschaffen und die Gehwege würden gepflastert und ausgebaut, schwärmt Kleiner von den Aktivitäten, die überdies mit der Erneuerung der Kanalisation verbunden seien. Wenn die Arbeiten Mitte September abgeschlossen sind, habe man an diesem Teil der Ortsdurchfahrt vermutlich für 100 Jahre Ruhe: So umfangreich sei das Maßnahmenpaket. Und auch in Eisingen war es höchste Zeit, eine neue Kanalisation in Angriff zu nehmen. Dort war der Grundgedanke gleich: In der Ferienzeit im Sommer werden die Auswirkungen auf den Verkehr am geringsten ausfallen. Die Sperrung dauert noch bis zum 7. September.
Oliver Müller, der Leiter der Verkehrsbehörde des Enzkreises, wehrte sich auf Nachfrage gegen die Vorwürfe, der Enzkreis sei bei der Ausschilderung der Umleitungen nicht sorgfältig gewesen. Der Enzkreis habe nicht mit einem Federstrich vom grünen Tisch aus Umleitungsstrecken ausgeschildert. Die Maßnahme sei vielmehr mit allen beteiligten Behörden abgestimmt gewesen. Die vorliegende Kombination aus Ersingen und Eisingen sei zwar nicht schön, aber für den Autofahrer verkraftbar. Es handele sich um eine verkehrsarme Jahreszeit.
Im Übrigen seien die Maßnahmen angekündigt worden. Der Autofahrer habe Zeit gehabt, sich auf die Sperrungen einzustellen. Gleichwohl räumte Müller ein, dass die Verkehrslage im westlichen Enzkreis für den Autofahrer die Herausforderung mit sich bringe, die da laute: „Mehr Sprit, mehr Zeit und mehr Nerven.“ Die Verkehrsbehörde des Enzkreises steht zur ausgeschilderten Umleitung. Amtsleiter Oliver Müller beantwortet dazu auch im Einzelfall Anfragen unter: oliver.mueller@enzkreis.de
Autor: Peter Marx






