
Neulingen. Startschuss: Nach dreistündiger Beratung beschloss der Neulinger Gemeinderat, dass für die „Sportstättenplanung Neulingen“ der Landschaftsarchitekt Edgar Schwab (Knittlingen) und der Architekt Herbert Suedes (Neulingen) einen Entwurf erstellen sollen. Das künftige Sportgelände soll im Gewann „Kändel“ nordwestlich der Friedrich-Weinbrenner-Schule und Gräfin-Rhena-Halle entstehen. Der Finanzbedarf für das Projekt wurde bei 750000 Euro gedeckelt.
Seit 2010 beschäftigt die Erhaltung des Nahversorgungszentrums mit der Vergrößerung des in Bauschlott schon vorhandenen Edeka-Markts den Gemeinderat. Das Sportgelände dahinter wäre geeignet. Allerdings werden die Tennisplätze, die alte Gemeindehalle „Dreschhalle“ sowie Teile des Kleinspielfeldes als Fläche für das Einkaufszentrum benötigt. Deshalb sei laut einer Voruntersuchung eine Verlagerung zu einem „Sportzentrum Neulingen“ ins Gewann „Kändel“ zweckmäßig.
Die seinerzeitigen Planer haben je nach Ausführungsvariante die Baukosten zwischen 4,5 Millionen und 6,3 Millionen Euro geschätzt. Das hätte einen Finanzierungsbedarf von zwei bis drei Millionen Euro bedeutet – zu teuer für die Gemeinde Neulingen.
Bürgermeister Michael Schmidt und der Gemeinderat waren sich im Mai 2011 einig, zusammen mit den Vereinen ein finanzierbares Konzept auszuarbeiten. Ortsbaumeister Ralf Kilgus berichtete, dass man beispielsweise durch die erst spätere Verwirklichung einer 400-Meter-Bahn, durch ein Naturrasenspielfeld statt Kunstrasenplatz und durch andere Baukörper über eine Millionen Euro einsparen könnte. Klar wurde, dass aufgrund der Nachfrage für den Tennisverein vier Spielfelder vorgesehen werden müssen.
Auch der FC Bauschlott hat sich bei befreundeten Vereinen umgesehen. Er ist zu einer wesentlichen Senkung der Baukosten für ein Clubhaus gekommen. Alexander Spörr, der Vereinsvorsitzende, nannte als Kostenbeispiel für ein gelungenes Clubhaus eine Summe von 545000 Euro. Nach Abzug der zu erwartenden Zuschüsse und der Einbeziehung von 8000 Stunden an Eigenleistungen durch die Vereinsaktiven in die Finanzierung, müsste dies zu stemmen sein. So der Tenor im Gemeinderat.
Autor: ott





