

Schömberg. Die Notarzt-Versorgung in Schömberg und Umgebung ist wieder gesichert. Wie Notarzt Peter Löffelhardt mitteilt, steht nun wieder ein Einsatzfahrzeug zur Verfügung. Wie berichtet musste sein alter Notarztwagen im vergangenen Herbst ausgemustert werden, seither rückte er in seinem Privatwagen zu Notfällen aus.
Allerdings: Ohne Blaulicht ausgestattet, verlor er wertvolle Zeit. Ein untragbarer Zustand, wie er damals im Gespräch mit der „Pforzheimer Zeitung“ betonte.
Die Beschaffung eines neuen Wagens gestaltete sich schwierig. Denn der Bieselsberger Anästhesist hat keinen offiziellen Notarzt-Status – er unterstützt die Arbeit der Notärzte im Kreis Calw. Mit diesem System konnte man in der Region entscheidende Verbesserungen bei den Einsatzfristen erreichen. Die Kassen müssen aber nur bei offiziellen Standorten die Kosten für die Ausrüstung übernehmen. Bei Löffelhardts unterstützender Arbeit werden lediglich die Einsätze bezahlt – und eine jährliche Pauschale zum Unterhalt des Fahrzeugs. Der Arzt hoffte zunächst auf unbürokratische Hilfe. Als sich keine Lösung abzeichnete, beschloss er, den neuen Wagen aus eigener Tasche zu bezahlen. Rund 7000 Euro musste er für den Gebrauchtwagen berappen. Die Kassen haben nun zwar die Pauschale für sein Fahrzeug erhöht, dennoch bleibt eine Lücke.
Deshalb ist es für den Notarzt umso wichtiger, die Arbeit des im vergangenen Jahr gegründeten Fördervereins zu aktivieren. Zur Abdeckung der monatlich laufenden Kosten des Fahrzeuges sei eine Hilfe durch Sponsoren und Mitglieder dringend notwendig, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.
Weitere Informationen unter www.verein-notarzt.de
Autor: Sabine Mayer-Reichard



