

Enzkreis. Kaum eine Verschnaufpause blieb einer siebenköpfigen Delegation aus Reggio Emilia, die sich zwei Tage lang im Enzkreis über Einrichtungen der Altenhilfe und des Gesundheitswesens informiert hat.
Das dicht geknüpfte Programm führte die Gruppe aus der norditalienischen Partnerprovinz des Enzkreises zunächst in die ambulante betreute Wohnanlage in Neuenbürg. Die Gäste zeigten sich sehr vom dort praktizierten Notrufsystem beeindruckt. „Vor allem das Notfallband, das die älteren Menschen um das Handgelenk tragen, um auf Knopfdruck jederzeit persönlichen Kontakt zu einem DRK-Mitarbeiter herstellen zu können, hielten die Italiener für nachahmenswert“, berichtet Sabine Schuster, die das Sozial- und Versorgungsamt des Enzkreises leitet und die Delegation betreut hatte. Ganz in ihrem Element waren Delegationsleiter Marco Fantini, der Gesundheitsdezernent der Provinz Reggio Emilia, Ludovica Fratti, die sich in einer Gesundheitskonferenz engagiert, Pflegedienstleiterin Orietta Vecchi und die Krankenschwester Anna Maria Picciati anschließend bei einer Besichtigung des Neubaus der Klinik Neuenbürg. Direkt neben der Klinik Neuenbürg betreibt seit vergangenem Jahr der Evangelische Diakonissenverein Siloah das Pflegeheim Sonnhalde. „Dass in einem Pflegeheim Einzelzimmer angeboten werden, um neuen gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen – das ist bei uns nur schwer vorstellbar“, stellten die Experten aus Italien unisono fest.
Weitere Stationen bildeten die beispielsweise die neue Rettungswache des DRK in Neuenbürg und das Projekt „Eden“ in Bauschlott.






