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02.02.2011

Öschelbronner Anwohner genervt von Rasern in der 30er-Zone

NIEFERN-ÖSCHELBRONN. Wenn Robert Bukovscak von seinem Balkon aus auf die Tempo-30-Zone der Oberen Bachstraße in Öschelbronn schaut, dann packt ihn die Wut: Hier werde bisweilen deutlich schneller gefahren, als erlaubt. Weil aber der Enzkreis die Verkehrsverhältnisse in der Straße nicht als Gefahrenstelle einstufe, geschehe praktisch nichts. Selbst Busse seien in dieser Straße schneller unterwegs als zulässig, lautet die Einschätzung von Bukovscak.

Beim Verkehrsamt des Enzkreises sieht man kaum Möglichkeiten zum Gegensteuern. Im Rahmen einer Verkehrsschau hätten sich die Fachleute die Situation in der Straße genau angeschaut und nicht den Eindruck, dass es hier Auffälligkeiten gebe. Gleichwohl habe das Verkehrsamt den Kontakt zu den Busunternehmen gesucht und auf die Regelungen der Tempo-30-Zone hingewiesen. Mobile Geschwindigkeitsblitzer will das Verkehrsamt hier eher nicht einsetzen. Man könne, so die Auskunft von Verkehrsamtsleiter Oliver Müller, nicht vor jeder Haustür im Enzkreis ein Blitzgerät postieren. Wenn auch in Nebenstraßen wie der Oberen Bachstraße in Öschelbronn geblitzt werde, erziele man eher einen gegenteiligen Effekt, denn viele Fahrer seien dann der Meinung, der Staat wolle mal wieder nur seine Einnahmen aufbessern. mar