





KÖNIGSBACH-STEIN. Erst auf die Driving-Range, dann zum Putten und zum Chippen – ja, knapp 30 PZ-Leser wissen seit Freitag Bescheid. Die PZ-Sommeraktion führte sie diesmal zum Schnuppergolfen nach Königsbach.
Ein sattes „Zack!“ und der Ball zischt los. Pascal Stirner hat zugeschlagen, mit einem Dreier-Eisen. Der angehende Golflehrer vom Golfclub Johannesthal schaut zufrieden, die Teilnehmer der PZ-Sommeraktion etwas ratlos: „Ich hab’ das Gras fliegen sehen, den Ball aber nicht“, murmelt einer. Also nochmal. „Zack!“ und – „Hoi, der fliegt aber ganz schön weit“, staunt eine andere. Knapp 200 Meter weit befördert Stirner den Ball mit diesem Schläger von der Driving-Range, dem Grasrücken, von dem die Abschläge geübt werden.
Ball um Ball schlagen nun auch die PZ-Leser die Bälle über den Rasen. Nun gut, anfangs schlagen sie auch wahlweise den Rasen oder Luftlöcher. Kurz darauf kullern die Bälle wenigstens einige Meter weit und noch ein paar Minuten später – unter dem „Aaaah!“ „Oho!“ und „Wow!“ der Gruppe – haut Jürgen Beblawy den Ball über 100 Meter weit raus. „Ein Naturtalent“, staunt auch Golflehrer Thorsten Wenzel. Auch der Birkenfelder Beblawy strahlt: „Ich hätte nicht gedacht, dass man so schnell einen Erfolg sieht.“ Sprach’s , legte sich den nächsten Ball zurecht und produzierte einen Querschläger, der nur knapp vor seinen erstaunten Mitstreitern, die sich neben ihm zum Abschlag üben aufgereiht hatten, vorbeifliegt.
War zum Auftakt noch Kraft und Schwung gefragt, kam es beim Putten anschließend aufs Feingefühl an. Nach kurzem Zweifeln („Das ist doch Teppich, oder?“) freundeten sich die Golf-Neulinge dann doch schnell mit dem Green, dem raspelkurz geschorenen Rasen rund ums Loch mit Fahne, an. „Drin. Und schon wieder drin. Und noch einer“, freute sich Raphael Kastner, nachdem ihm das langjährige Golfclub-Mitglied Rolf Teuscher die richtige Haltung und dem Umgang mit dem Putter – dem Spezialschläger für die letzten Meter oder Zentimeter bis zum Loch – erklärt hat. Ein bisschen erinnert das an Minigolf und so bekennt Kastner trotz aller Erfolge beim Einlochen zu: „Abschlagen ist besser, wenn der Ball so richtig abzischt!“
Dann geht’s zum Chippen. So sagt der Profi, wenn der Ball nach dem Abschlag nahe beim Loch, aber eben noch nicht auf dem Green liegt. Hier kommt der Schläger vom Abschlag und die Griff- und Schlaghaltung vom Putten zum Einsatz. Schwierig, die letzten zehn Meter! „Im kurzen Spiel werden die Runden gut oder schlecht“, weiß Stirner. Und Teuscher ergänzt: „Das mache ich am liebsten. Da kommt’s aufs Gefühl an.“ Über die Hälfte der Distanz soll der Ball fliegen, den Rest soll er rollen – und im besten Fall im Loch verschwinden. Bei der PZ-Gruppe liegen am Ende gut 200 Bälle verstreut auf dem Green. Treffer? Fehlanzeige. Bis „Wow, ich hab’s! Ich hab’s! Ich hab’s!“ eine der Teilnehmerinnen ihren 20. und letzten Ball doch noch versenkt, kleine Freudensprünge vollführt und jubelnd die Arme hochreißt.
„Macht richtig Spaß. Man könnte sich gerade dran gewöhnen“, war am Ende das Fazit der Sommeraktionsgolfer: Runter von den drei Übungsflächen, rauf auf den sechs Kilometer langen Kurs mit seinen 18 Loch. Karl-Heinz Augenstein, der Vorsitzende des Golfclubs Johannesthal, dürfte es gerne gehört haben. „Würde mich freuen, wenn ich den einen oder anderen hier mal wieder begrüßen dürfte“, sagte er zum Auftakt – und im einen oder anderen Fall wird sein Wunsch wohl tatsächlich wahr.
Autor: Sven bernhagen



