



Es war traumhaft. Bei Kaiserwetter wanderten 46 Leser der Pforzheimer Zeitung unter Führung des Schwarzwaldvereins (SWV) durchs Kirschengäu. Vom strahlend blauen Himmel lachte die Sonne und heizte bei sommerlichen Temperaturen den Wanderern kräftig ein. Die Kirschblüte war leider weitgehend vorbei, doch zeigten sich die Apfelbäume in ihrem schönsten Blütenkleid.
Es war traumhaft. Bei Kaiserwetter wanderten 46 Leser der Pforzheimer Zeitung unter Führung des Schwarzwaldvereins (SWV) durchs Kirschengäu. Vom strahlend blauen Himmel lachte die Sonne und heizte bei sommerlichen Temperaturen den Wanderern kräftig ein. Die Kirschblüte war leider weitgehend vorbei, doch zeigten sich die Apfelbäume in ihrem schönsten Blütenkleid.
Wanderführerin Barbara Hauser führte die Gruppe durch grüne Täler, die Wiesen gelb vom Löwenzahn, und über sanfte Hügel, in deren Wäldern das frische Grün der Buchen leuchtete. „Da bei mir der Genuss beim Wandern im Vordergrund steht, werden wir uns genügend Zeit nehmen die Natur zu genießen und auch die Kultur und Geschichte wird nicht zu kurz kommen“, versprach Barbara Hauser beim Start in Neuenbürg.
„Hier ist der Ort, wo mit dem Schwert vom Leben zum Tod gerichtet wird“, so steht es auf der Tafel beim Richtstein oder Köpfstein von 1752, dem Ort, wo die Urteile des Neuenbürger Gerichts vollzogen wurden. Gleich in der Nähe die Schwedenschanze oder Franzosenschanze. Eine Befestigungslinie, angelegt ab dem Jahre 1694, gegen die Eroberungszüge der Franzosen gerichtet. Der Pfälzische Erbfolgekrieg steckte den Menschen noch in den Knochen. Mehr Historie zu Beginn konnte wirklich keiner erwarten.
Die Gruppe erreichte Arnbach, das jahrhundertelang zum Oberamt Neuenbürg gehörte. Schon Anfang des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt als „Ahernbach“, kam der Ort im 14. Jahrhundert an Württemberg. Ahernbach war ursprünglich ein Gewässername mit der Baumbezeichnung Ahorn als Bestimmungsort.
Weiter ging es in Richtung Gräfenhausen. Der „Sixtweg“ erinnert an den Komponisten Abraham Sixt (1757 – 197). Am Weg mal wieder ein Gedenkstein, abgebildet ein Beil und ein Wiegemesser. „Hier sollen sich zwei Metzger umgebracht haben“, berichtete Barbara Hauser. Am Kirchgässle, das von Arnbach nach Gräfenhausen führt und auf dem selbst Leute vom Dobel zur Kirche nach Gräfenhausen kamen, machten die Wanderer an der „Gruhbank“ Rast.
Voller Eindrücke von der Natur, den Ausblicken in die Täler und mit neuem Wissen um die Kultur der Region im Gepäck, erreichten die Wanderer Neuenbürg. „Das war unsere erste Leserwanderung. Sie hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen“, sagten Sonja und Michael Auer aus Grunbach. Sie lobten die Kooperation von „Pforzheimer Zeitung“ und Schwarzwaldverein und wollen auch künftig an Leserwanderungen teilnehmen. Die Koordinatorin Ingeborg Rebuschat vom SWV dankte den Wanderern für ihre Spenden zugunsten der Aktion Menschen in Not der „Pforzheimer Zeitung“.
Autor: Friedrich Eschwey | Enzkreis






