

PFORZHEIM. Die Richter am Landgericht Mannheim haben im Fall Harry Wörz ganz klar zu verstehen gegeben, dass sie den Installateur aus Gräfenhausen nicht für den Mann halten, der vor rund zwölf Jahren seine Ex-Frau fast zu Tode gewürgt hat. Mehr noch: Die Richter sehen im damals in Pfinztal lebenden Polizisten Thomas H. den wahrscheinlichen Täter. Nach dem Urteilsspruch am Donnerstag hat die Pforzheimer Polizei nun erste Maßnahmen getroffen.
"Vor dem Hintergrund, dass schon verschiedene Gerichte unterschiedlich Recht gesprochen haben und der Tatsache, dass das 1997 von der Staatsanwaltschaft gegen den jetzt wieder verdächtigten Beamten eingeleitete Verfahren zeitnah eingestellt worden war, reagiert die Polizeidirektion nun mit Augenmaß", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.
"Das Landgericht Mannheim will nach dem geäußerten Tatverdacht gegen den Pforzheimer Beamten in der schriftlichen Urteilsbegründung darauf konkreter eingehen. "Ob das Urteil Rechtskraft erlangt, stehe wohl noch nicht fest", so die Pressemitteilung. Aber, so betont Burkhard Metzger, Leiter der Polizeidirektion Pforzheim: „Der Polizei ist eine schnelle Klärung der Vorwürfe wichtig.“ Und: „Wir werden die Arbeit der Staatsanwaltschaft, wenn das erforderlich sein sollte, jederzeit rasch und konstruktiv unterstützen.“
Die Situation sei für die Polizeidirektion nicht ganz einfach, weshalb Metzger "eine vorschnelle Festlegung und eine Vorverurteilung, die im Lauf des Verfahrens verschiedenen Seiten vorgeworfen wurde", vermeiden möchte. Nach der öffentlichen Berichterstattung und im Interesse des Beamten sowie der Polizeidirektion, könne dieser jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr im operativen Dienst eingesetzt werden. "Er wird daher ab sofort im Innendienst der Polizeidirektion Pforzheim eingesetzt", verkündet die Pressemitteilung.
Rückblickend räumt der Leiter der Polizeidirektion Fehler in der ersten Phase nach der Tat ein. So hätten der Tatort versiegelt, Tatverdächtige früher festgenommen und die Sachbearbeitung von einer anderen Dienststelle übernommen werden müssen. Dass die Vermutung, das Opfer würde wieder aufwachen und den Täter dann benennen können, damals zu anderen Einschätzungen geführt haben könnte, sei nachvollziehbar.
„Die Beamten aus der Ermittlungsgruppe, die heute noch bei der Polizei sind, haben mein volles Vertrauen und sie haben in den vergangenen zwölf Jahren bewiesen, dass sie es verdienen“, so der Polizeichef. Und: Nach der Übernahme des Falles durch Ermittler des zuständigen Dezernates der Kriminalpolizei sei genau und mit der erforderlichen Professionalität gearbeitet worden.




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1994 - 1998 Ausbildung zum höheren Dienst an der Führungsakademie der Polizei in Münster 1998 Beförderung zum Polizeirat 1998 - 2001 Landeskriminalamt Baden-Württemberg Projekt Polizeiliche Kriminalprävention 2001 Ernennung zum Polizeioberrat Leiter des Polizeireviers Marbach/Neckar 2003 Referent für Innere Sicherheit beim Staatsministerium Baden-Württemberg 2005 Ernennung zum Polizeidirektor 2006 Ernennung zum Leitenden Polizeidirektor „Die Beamten aus der Ermittlungsgruppe, die heute noch ...... mehr...
Der Thomas H. gehört nach diesen Vorwürfen sofort suspendiert und zwar so lange bis alles abgeklärt ist. mehr...