

PFORZHEIM/ENZKREIS. Der August ist vorbei und damit endet auch das Hitzeticket, mit dem Kunden einen Monat lang drei Haltestellen weit kostenlos fahren konnten. Sowohl Verkehrsbetriebe als auch Kunden sind zufrieden.
Eine ganze Reihe von Spitznamen für das Hitzeticket zeigt, wie sehr es die Kunden genossen haben, im vergangenen Monat die Strecke zwischen drei Haltestellen in Pforzheim und dem Enzkreis umsonst fahren zu können: Hitzefrei-Ticket, August-Ticket, Für-umsonst-Ticket und Sommerkarte nannten viele Fahrgäste das deutschlandweit einzigartige Pilotprojekt des Stadtverkehrs Pforzheim (SVP) und des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis (VPE).
Die Bilanz der Verantwortlichen fällt dementsprechend zufriedenstellend aus: Laut Oliver Linder vom VPE sind im Vergleich zum Vorjahres-August 9000 Tickets allein im Stadtverkehr mehr ausgedruckt worden. „Natürlich ist durch das kostenlose Hitzeticket die Zahl der verkauften Einzelfahrscheine zurückgegangen. Aber die Aktion war eine gute Werbekampagne.“ Auch Dusan Hähl, Verkehrsmeister beim SVP, hält die Monatsaktion für äußerst gelungen.
Mehrmals haben ihm Busfahrerkollegen amüsante Geschichten erzählt: „Manche Fahrgäste wollten gleich mehrere Tickets lösen, um mehr als drei Haltestellen weit fahren zu können. Das ging natürlich nicht. Aber die Kunden waren immer zufrieden. Es gab nie Reibereien.“ Ab und zu seien noch Fragen gekommen, wie „Gilt das Ticket auch bei Regen?“ oder „Reicht das auch noch für die Rückfahrt?“.
Sowohl Hähl als auch Linder sind davon überzeugt, dass das Hitzeticket dafür gesorgt hat, dass viele Leute im August den Bus genommen haben, die sonst nicht auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. „Schön wäre es natürlich, wenn die Leute dermaßen mit unserem Service zufrieden gewesen sind, dass sie uns auch weiterhin als Kunden erhalten bleiben“, sagt Viktor Bernhardt, Leiter der Verkehrsplanung beim VPE.
Laut vielen Busfahrern fragen die Fahrgäste seit gestern bereits stark nach einer Fortsetzung. Kleine Enttäuschungen und Sätze wie „schade, dass schon September ist“ zeigen, wie gut das Hitzeticket angenommen worden und angekommen ist.
Die Verantwortlichen stehen einer Fortsetzung – vielleicht auch in anderer Form – offen gegenüber. „Der Aufsichtsrat wird entscheiden, wie es weitergeht“, so Linder. Dass das kostenlose Fahren von bis zu drei Stationen für das ganze Jahr umgesetzt wird, stünde dabei aber nicht zur Debatte. „Wir haben durch die Aktion umgerechnet rund 10 000 Euro weniger eingenommen im August. Wir können also nicht für immer das kostenlose Anfahren von bis zu drei Haltestellen anbieten. Ein Kurzstreckenticket wäre aber auf jeden Fall eine Option“, sagt Linder.
Autor: KRISTIN BAUER




Leserkommentare (4)
Mehr KommentareKommen die Pforzheimer auch endlich mal darauf? Stuutgart hat ihn,Heidelberg hat Ihn auch schon länger:den innnerstädtischen Kurzzeit-Tarif - für 1 Euro!!! Pforzheim täte gut daran,diesen Städten zu folgen. mehr...
[QUOTE][B]Kurzstreckentarif![/B] Kommen die Pforzheimer auch endlich mal darauf? Stuutgart hat ihn,Heidelberg hat Ihn auch schon länger:den innnerstädtischen Kurzzeit-Tarif - für 1 Euro!!! Pforzheim täte gut daran,diesen Städten zu folgen. [/QUOTE] kann ich nur zustimmen mehr...
Wo war die Hitze im August? Spass beiseite der richtige Weg ist eingeschlagen, jetzt muss es sich zeigen, ob dieser Weg weitergegangen wird oder ob es nur ein Srohfeuer war. Der ÖPNV muss attraktiver werden in jeder Hinsicht. Weiter so, aber bitte enttäuscht uns nicht.:) mehr...