09. Juli 2012
Im ersten Halbjahr 2011 gab es im Bereich der Polizeidirektion nur zwei Verkehrstote, im ganzen Jahr waren es sechs. Jetzt sind es im ersten Halbjahr 2012 schon 13 Verkehrstote. Einfach erklären lässt sich dieser sprunghafte Zuwachs nicht.
Im ersten Halbjahr 2011 gab es im Bereich der Polizeidirektion nur zwei Verkehrstote, im ganzen Jahr waren es sechs. Jetzt sind es im ersten Halbjahr 2012 schon 13 Verkehrstote. Einfach erklären lässt sich dieser sprunghafte Zuwachs nicht.
© Symbolbild: dpa

Rasanter Anstieg: Schon 13 Verkehrstote im Kreis Calw

In Pforzheim, im Enzkreis und im Landkreis Calw konnte man 2011 in den beiden zuständigen Polizeidirektionen (PD) aufatmen. Entgegen dem Bundestrend mit zehn Prozent mehr Verkehrstoten konnten die Beamten in Pforzheim (-40 Prozent) und in Calw (-25 Prozent) einen deutlichen Rückgang verzeichnen. Jetzt schlägt das Pendel zumindest in der PD Calw extrem in die andere Richtung. Im ersten Halbjahr 2012 gab es im Landkreis Calw schon 13 Verkehrstote - mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2011.

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"Wir haben absolut keine Anhaltspunkte, warum es so viele tödliche Unfälle gab", erklärt der Calwer Polizeisprecher Winfried König. "Man hätte keinen einzigen Unfall verhindern können", verweist er auf zufällige Unfallorte, die abseits der üblichen Unfallschwerpunkte lägen. Acht Verkehrstote gab es 2010, aber nur sechs in 2011 im Bereich der PD Calw - das war der niedrigste jemals erfasste Wert. In den ersten sechs Monaten diesen Jahres sind jedoch schon 13 Opfer zu beklagen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur zwei Verkehrstote.

So viele sind es im ersten Halbjahr 2012 im Bereich der PD Pforzheim (ein 22-jähriger Autofahrer in Pforzheim, eine 54-jährige Autofahrerin im Enzkreis). Hier geht der Rückgang an Todesopfern im Straßenverkehr weiter. 2011 verzeichneten die Beamten in den ersten sechs Monaten fünf Verkehrstote, sieben waren es dann im ganzen Jahr, zwölf im Jahr 2010.

Der Pforzheimer Polizeisprecher Frank Otruba freut sich über diesen positiven Trend, kann aber auch keine schlüssige Erklärung dafür finden. Erhöhter Kontrolldruck? Verstärkte Aufklärung und Vorbeugung? Wie sein Kollege König in Calw auch verweist Otruba auf den Zufall.

Der hat in Calw bislang besonders hart zugeschlagen. Dabei gab es im ersten Halbjahr bei der Anzahl der Schwerverletzten sogar ein Minus von rund 14 Prozent, während die Unfälle mit Verletzten und mit Sachschäden im gleichen Zeitraum um rund vier Prozent gestiegen sind. Ob es bei den 13 Verkehrstoten bleibt, ist fraglich. "Die dunkle Jahreszeit von Oktober an kommt ja erst noch", sagt König.

Im Trend der Bundesstatistik liegt die PD Calw bei der Altersverteilung der Unfallopfer: Sechs von 13 Verkehrstoten zählen zur unfallträchtigen Gruppe der jungen Fahrer bis 25 Jahre. Das Verhältnis ist aktuell bei der PD Pforzheim nicht anders. Aber das scheint ohnehin die einzige Konstante in den Verkehrsstatistiken zu sein: Vier der sieben Getöteten im Bereich der PD Pforzheim gehörten auch 2011 zur Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen - obwohl sie nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. tok

Autor: tok

09.07.2012
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