

WIMSHEIM. Elf lange Jahre sind seit dem letzten Rathaussturm im Wimsheim vergangen. Doch nun ist die Zeit der Regentschaft von Bürgermeister Karlheinz Schühle vorüber. Die Wimsheimer Narren haben das Zepter übernommen.
Mit dem närrischen Überfall soll der Fasnachtstradition im Ort neues Leben eingehaucht werden. Während der Musikverein Wurmberg tolle Stimmung verbreitete, scharten sich die Bürger und Hästräger um das Rathaus. Immer mehr Zuschauer drängten sich um die bunte Masse aus verkleideten Musikern, Gardemädchen, Zäpfle’s Trolls und Neunerrat. Dann gab Markus Schuler, Mitglied des Neunerrates, den Befehl, den Bürgermeister aus dem Rathaus zu holen. In seinem letzten Amtsjahr sah Schühle den Sturm auf sein Rathaus ganz gelassen: „Ab heute haben die Narren das Sagen“. Er selbst könne sich nun bis Aschermittwoch zurücklehnen und die Verantwortung den Narren in die Hände legen. Dass die Narren seinen vollen Schreibtisch leer arbeiten werden, daran mag Schühle doch nicht so recht glauben. „Herr Bürgermeister, rücken Sie den Schlüssel raus“, forderte Markus Schuler. Getreu dem Motto „Frohsinn, Tanz und Heiterkeit“ wurde der Schlüssel übergeben und mit einem dreifachen „Hu-Rassel“ gefeiert. Der Ruf des Wimsheimer Carnevalsverein Hurassel 1981 besiegelte die Regentschaft der Narren über das Rathaus. nika



