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Regionale Eigenmarke "Echt Schwarzwald" wächst

NORDSCHWARZWALD. Die Zeiten, in denen Klaus Binder aus dem badischen Schuttertal-Schweighausen morgens um 4 Uhr aufstand, im Stall die Arbeiten erledigte, um 5 Uhr in die Metzgerei ging, dort den Tag über arbeitete und sich schließlich dem Projekt „Echt Schwarzwald“ widmete, sind vorbei. Seit April ist der 43-Jährige hauptberuflicher Geschäftsführer der Echt Schwarzwald Vermarktungs GmbH.

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Aber auch das ist alles andere als ein Job, um sich bequem im Sessel zurückzulehnen. Das Einzugsgebiet der noch jungen Marke erstreckt sich über den Süd- und den Nordschwarzwald.. In seiner Doppelfunktion als Bauer und Metzger kennt Binder gut genug die beiden Seiten von Rindfleischproduktion und Verarbeitung. Das war wohl auch der Grund, warum ihn der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord 2007 mit der Geschäftsführung der Vermarktungs GmbH betraute.

Es entspricht dem Vorgehen des Naturparks, dass Binder bei Einführung der Marke für Schwarzwald-Spezialitäten nicht mit einem gut besoldeten Geschäftsführer, einem vornehmen Büro und einem dicken Dienstwagen anfing.

Er machte sich zunächst stundenweise, später halbtags an die Arbeit, neue Partner zu finden und Fleisch vom Weiderind zu vermarkten. Das Ziel: die Schwarzwälder Kulturlandschaft nicht versteppen zu lassen. Dazu brauchen die örtlichen Bauern und Produzenten Nischen mit regionaler Vermarktung.

Mittlerweile zählen 106 Mitglieder zu der Marke, darunter 70 Bauern und acht Metzger. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe und Partner steigt ebenso wie die Zahl der verarbeiteten Tiere.

Binder führt diesen Erfolg auch auf die Unterstützung des Naturparkvereins zurück, der immerhin 200 000 Euro in das Unternehmen steckt, sowie auf Hilfen der Landwirtschaftsämter, auf das harmonische Miteinander mit den Vorsitzenden des Trägervereins und den ehrenamtlichen Helfern.

Binder ist vom Konzept der Regionalmarke »Echt Schwarzwald« überzeugt: „Sie ist zu 100 Prozent auf die Region abgestimmt und sie beharrt konsequent auf Qualität.“ Bei einem regionalen Potenzial von rund 3000 bis 4000 Rindern im hochwertigen Bereich sei die Marke auf Wachstum eingerichtet, nicht aber zu jedem Preis.

Inzwischen hat sich der Warenkorb von „Echt Schwarzwald“ vergrößert. Zu Fleisch von Weiderind, Ziege und Schaf gibt es eine steigende Nachfrage bei Obstbränden, Likören und Honig. Für Binder sind viele andere landwirtschaftliche Produkte denkbar und viele neue Marktstrategien auch.

Leserkommentare (2)

Mehr Kommentare
1
Gottfried Heinbach | 03.09.2010 | 11:27

Sekt aus Niefern sollte auch Erwähnung finden zu Kirschwasser & Schinken & Torte & Schauinsland gh aus hst sieht das soooo mehr...

2
Hasso M | 03.09.2010 | 11:30

Nein, der Sekt aus N. hat hier nichts aber auch gar nichts zu suchen. mehr...

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