

Remchingen-Wilferdingen. Pünktlich um 23.59 Uhr gab Gerd Kunzmann von der Remchinger Gemeindeverwaltung den Start frei für das erste 1111-Minuten-Schwimmen im Remchinger Schlossbad. 1111 Minuten sind 18 Stunden und 31 Minuten, in denen die Teilnehmer nach eigenem Ermessen ihre Bahnen im Wasser ziehen und pausieren konnten, wann sie wollten.
Zum ersten Mal veranstaltete die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) am Samstag diese außergewöhnliche Herausforderung an die Schwimmer als Auftaktveranstaltung zum anschließenden Freibadfest der Gemeinde. Jeder durfte mitmachen, der schon immer mal ausprobieren wollte, wie weit er innerhalb dieser Zeit schwimmen kann. Schon zur Geisterstunde bis 1 Uhr wurden beim „Spooky-Race“ von den 65 Startern insgesamt 119 Kilometer geschwommen. Dabei wurden beachtliche Leistungen von den Einzelschwimmern erbracht. Einige schwammen 1000 Meter in 15 bis 16 Minuten. In der Sonderwertung „Sunrise-Cup“ zum Sonnenaufgang von fünf bis sechs Uhr legten 30 Frühaufsteher insgesamt 45,7 Kilometer zurück.
Insgesamt 165 Schwimmer machten den Schwimmspaß mit und legten zusammen 960,6 Kilometer im Wasser zurück. „Das ist die stolze Zahl von 19200 Bahnen mit je 50 Metern und entspricht der Strecke von Remchingen nach Kopenhagen in Dänemark“, sagte Markus Gartner, Koordinator beim DLRG.
Der jüngste Teilnehmer war der sechsjährige Demian Schönthaler aus Remchingen-Singen. Er schwamm 1,1 Kilometer. 100 Meter mehr schwamm der 85-jährige Bruno Hartmann aus Remchingen-Singen als ältester Teilnehmer. Aus dem weiten Umland kamen die Schwimmer, die längste Anreise von 203 Kilometern hatte ein Teilnehmer aus Allensbach am Bodensee. Über einen Pokal und eine Jahreskarte fürs Freibad konnten sich die Sieger freuen. Die längste Strecke bei den erwachsenen Männern, nämlich 36,3 Kilometer, legte Roland Klink aus Neulingen zurück. Jeweils 30 Kilometer schwammen Mirjam Leichsnering aus Bretten (Erwachsene, weiblich), Yannick Barkawitz aus Tiefenbronn (Jugendliche, männlich) und bei den weiblichen Jugendlichen Yvonne Klink, Tochter des Siegers. In der Mannschaftswertung gewann beim Sport-Cup das Team „Leider Geil“, beim Fun-Cup das Team „Die Chlorreichen Sieben“ und beim Familien-Cup die Familie Butz aus Wilferdingen. Zudem gab es noch weitere Sachpreise zu gewinnen.
Eine Liste der Gesamtergebnisse ist in Kürze auf remchingen.dlrg.de
Autor: Waltraud Günther




