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16.12.2008

Schneller zur Datenautobahn in Calw

KREIS CALW. Zwar gibt es im Landkreis Calw noch einige weiße Flecken bei der Internet-Breitbandtechnik. Dennoch ist Landrat Hans-Werner Köblitz froh, dass die Siedlungsräume relativ gut versorgt sind. Dennoch wolle man mit den Kommunen an einer besseren Anbindung der Kunden an das moderne Kommunikationsnetz arbeiten.

Im Calwer Kreistag stellte Thilo Kübler vom Neumartker Unternehmen Roland Zeltner Beratung GmbH die ersten Ergebnisse der vom Landkreis gestarteten Breitbandinitiative vor. Sie sollte insbesondere die Versorgungssituation durch die verschiedenen Anbieter von Breitbandtechnik beleuchten. Ziel müsse es sein, eine Glasfasernetzanbindung in jede Kommune zu bekommen, so Thilo Kübler. Nur so seien hohe Übertragungsraten zu erreichen. Diese wiederum seien heute insbesondere bei der Ansiedelung von Gewerbeunternehmen erforderlich. Denn eine gute und schnelle Anbindung an die Datenautobahn mittels Breitbandtechnik sei längst zu einem wichtigen Standortfaktor geworden.

Um die Breitbandversorgung zu verbessern, können die Kommunen in Baden-Württemberg seit Anfang des Jahres auf Zuschüsse von der EU rechnen. Kübler ist bei ordnungsgemäßer Antragstellung keine Kommune bekannt, die bei der Umsetzung nicht in den Genuss von EU-Zuschüssen gekommen sei. Im Kreis Calw wurden zuletzt Altensteig und Haiterbach Fördergelder bewilligt. Die Kreisverwaltung kann bei der Anbindung der Kommunen nur unterstützend zur Seite stehen, Antragsteller bleiben die Kommunen. Durch die Breitbandinitiative und die Versorgungsanalyse habe man aber eine wertvolle Vorleistung für die Kommunen erbracht. „Wir arbeiten hier Hand in Hand“, so Köblitz.

SPD-Kreisrat Rainer Prewo bewertet die Entwicklung im Kreis Calw als positiv. CDU-Kreisrat Jürgen Großmann machte auch deutlich, dass die Kommunen an einer verbesserten Breitbandanbindung interessiert seien, sich die Telekom aber oft als Investitionshemmschuh erweise. Die Forderungen seien oft überzogen, wie sich die Kommunen am Netzausbau finanziell beteiligen sollten. Laut Kübler sei die Telekom inzwischen kooperativer.