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03. Februar 2012
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Jetzt aber schnell: Wer sich in diesem Winter im Nordschwarzwald auf Skiern austoben will, muss fix reagieren, wenn die Lifte laufen. Die PZ-Redakteure Sven Bernhagen und Alexander Heilemann haben das im Flutlicht getan. Fotos: Bernhagen/Heilemann
Jetzt aber schnell: Wer sich in diesem Winter im Nordschwarzwald auf Skiern austoben will, muss fix reagieren, wenn die Lifte laufen. Die PZ-Redakteure Sven Bernhagen und Alexander Heilemann haben das im Flutlicht getan. Fotos: Bernhagen/Heilemann
Kaltenbronn, 21 Uhr: Nach dem Büro auf der Piste. Den Spaß teilte sich das PZ-Team am Mittwoch mit rund 30 Ski-Fans.
Kaltenbronn, 21 Uhr: Nach dem Büro auf der Piste. Den Spaß teilte sich das PZ-Team am Mittwoch mit rund 30 Ski-Fans.
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Schussfahrt in den Winter

Pforzheim/Kaltenbronn. Endlich Schnee, heißt es für Ski-Fans. Aber sie müssen schnell reagieren. Die PZ hat einen raren Lifttag in Kaltenbronn zum Flutlichtfahren genutzt.

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Bildergalerie: Nach dem Büro auf die Piste: PZ-Redakteure in Kaltenbronn
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Es ist ein hartes Knirschen, das jeder Schritt verursacht, den man vom Parkplatz zum Lift am Kaltenbronn geht. Ein Knacken, ein feines Mahlen. Tatsächlich: Eis. Schnee. Winter. Und auf der Schulter drücken die Skikanten – ein lange vermisstes Gefühl der Skikanten. Der Wind beißt an den Wangen. Die Skistiefel drücken noch ein bisschen, sie waren zu lange im Keller. Und außerdem steckt noch die Büro-Hose unter der Ski-Montur und in den Stiefeln. Ja, Wintersport-Liebhaber können sich tatsächlich auch in diesem Winter die heimischen Hänge im Nordschwarzwald hinunter schwingen. Sie müssen nur schnell sein – und kurz entschlossen.

So wie das Zwei-Mann-Team der „Pforzheimer Zeitung“, das sich da am Mittwochabend persönlich davon überzeugt, ob die Lifte wirklich in Betrieb sind. Sicher war sich da ein anderer Mann. Der erste, den die Redakteure am Kassenhäuschen treffen. Er komme von der schwäbischen Alb, erzählt er durch die dicke Vermummung, die er unter den Ski-Helm gequetscht hat. Was ihn nach Kaltenbronn führt? „Ha, unsere Lifte laufen noch nicht“, sagt er. Und vom Arbeitsplatz in Herrenberg aus sei der Weg zum Ski-Spaß nicht so weit. Noch ein Nach-dem-Büro-Skifahrer.

Doch, die Lifte laufen. Hier in Kaltenbronn und ein paar Kilometer weiter in Simmersfeld. Liebevoll werden dort die wenigen Zentimeter Schnee auf dem Hang verteilt, spät abends mit der Raupe. So leuchtet einem in Kaltenbronn intensiv weiß eine Piste im Flutlicht entgegen – rund eine dreiviertel Stunde, nachdem der Computer im PZ-Büro heruntergefahren ist.

Herunterfahren. Das ist genau das, wonach Ski-Fans seit Winterbeginn der Sinn steht. Die meiste Zeit über fehlte dafür schlicht der Schnee. Hier ist er nun also. Pulvrig, leicht, ein bisschen stumpf. Also los. Erste Abfahrt mit Tempo. Jeder Druck auf die Kanten lässt es aufstauben. Die Knie dürfen die Bodenwelle unten am Kaltenbronner Hang schlucken, dann im Schuss in die Linkskurve hinunter in die Nacht. Denn die letzten paar Meter vor dem Lift liegen im Schatten eines Wäldchens. Rechts unten rauscht der Bach. Dann taucht man wieder ein ins Licht des Kassenhäuschens und der Scheinwerfer auf den Lift-Masten. Am Häuschen hängt windgeschützt ein Thermometer. Gegen 20 Uhr zeigt es minus zehn Grad Celcius. Oben, wo der Wind über die Geländekante pfeift und einen leichten, weißen Schleier aufwirbelt, ist es noch einmal deutlich kälter. Das Metall der Lift-Anlage trägt Eisblumen. So muss Winter aussehen.

Rauf, runter, rauf runter. Endlich austoben auf den Brettern. Rund 30 Skifahrer machen das an diesem späten Abend. Für die meisten, die das PZ-Team fragt, ist es der erste Skitag des Jahres. Ein paar junge Leute sind dafür aus Karlsruhe hergefahren. Ein Mann aus Pforzheim ist auch direkt nach Büroschluss los. Alles für das lange vermisste Gefühl, über den Schnee zu sausen. Den Langläufern scheint es ähnlich zu gehen. Eine sechsköpfige Gruppe kommt oben aus dem finsteren Wald – Sicht verschaffen ihnen kleine Stirnlampen. Jede Minute im Schnee zählt. Nur rund 15 Zentimeter ist die Decke dick. Kommt kein Neuschnee mehr dazu, ist der Spaß schnell wieder vorbei.

Autor: Alexander Heilemann

03.02.2012

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