
ENZKREIS/PFORZHEIM. „Die kurzfristig angesetzte Bürgersprechstunde in Niefern zum Ausbau der A 8 im Enztal kommt eindeutig zu spät“, sagte FDP-Bundestagsabgeordneter Erik Schweickert. Denn die Erkenntnisse des Informationstermins am Montag, 15. März, ab 14 Uhr in der Nieferner Kirnbachhalle, den das Land vorgestern ankündigte, „können nicht mehr in den Planungsprozess einfließen“, beklagte Schweickert, zugleich im Gemeinderat Niefern-Öschelbronn Sprecher der FW/FDP-Fraktion.
2005, bei der Planerörterung in Niefern hätten die Planer Schiffbruch erlitten. In den vergangenen fünf Jahren habe das Regierungspräsidium „kaum Fortschritte“ bei der Berücksichtigung der Anwohner gemacht. „Nur sechs Punkte, die die Gemeinde vorgetragen hat, wurden aufgenommen. 18 weitere Punkte sind nach wie vor offen. Wer so mit Bürgern umgeht, braucht sich nicht zu wundern, wenn man in der Gemeinde keine Akzeptanz für das Bauvorhaben erzielt“, sagte Schweickert. Nach wie vor seien die geplanten Lärmschutzmaßnahmen unzureichend. In einigen Bereichen der Gemeinde Niefern-Öschelbronn würde „die Belastung noch verstärkt, weil keine Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen sind und die Verkehrszahlen steigen werden“. Zudem müsse geprüft werden, ob der kurze Tunnel verlängert werden kann, forderte der FDP-Politiker. Schweickert kritisierte auch, dass „eine Nutzen-Kosten-Analyse für alle Varianten der Enztalquerung fehlt, sei es für einen kurzen oder langen Tunnel, eine mittlere Talbrücke oder eine Hochbrücke.“ rst/pm



