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14. August 2012
Im Rahmen des Weißstorchprojektes wurden in Ötisheim vor einiger Zeit Tümpel und Gräben ausgehoben. Zwischenzeitlich haben sich dort schon Gelbbauchunken und Frösche angesiedelt. Foto: Enzkreis
Im Rahmen des Weißstorchprojektes wurden in Ötisheim vor einiger Zeit Tümpel und Gräben ausgehoben. Zwischenzeitlich haben sich dort schon Gelbbauchunken und Frösche angesiedelt. Foto: Enzkreis

Storch, Gelbbauchunke und Co: Lebensraum schaffen für seltene Arten

Ötisheim/Enzkreis. Um seltenen Tier- und Pflanzenarten wie beispielsweise Gelbbauchunken, Libellen oder Blutweiderich wieder einen vielfältigen Lebensraum zu schaffen, haben das Forst-, Naturschutz- und Umweltamt des Enzkreises gemeinsam ein Konzept zur Rettung des Gampelsees bei Ötisheim entwickelt. Der See, der eigentlich aus zwei Tümpeln besteht, drohte völlig zu verlanden. Daher wurden in Absprache mit dem Waldeigentümer, der Gemeinde, nun zum Beispiel Bäume im Wasser entfernt.

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Von den positiven Auswirkungen der vielfältigen Maßnahmen konnten sich nun über 30 Teilnehmer einer zweistündigen Exkursion überzeugen: Im Rahmen der Aktion „Gläserne Produktion“ führte Guido Wölfle, ehemaliger Sachgebietsleiter des Forstamtes, Interessierte über den Barfußpfad zum Gampelsee, der Teil des Naturschutzgebietes „Erlen-, Metten- und Gründelbachniederung“ ist, und von dort weiter zur „Storchenwiese“. Dabei zeigte Wölfle seltene Baumarten wie die Elsbeere und erläuterte die forstlichen Maßnahmen.

Damit sich der bei uns selten gewordene Weißstorch wieder ansiedeln kann, waren entlang eines Bachlaufes Pappeln großflächig gerodet worden (die PZ berichtete). Zudem wurden mehrere Tümpel und Gräben ausgehoben, um Lebensraum und Nahrung zu schaffen. Dort haben sich bereits jetzt Frösche und Gelbbauchunken eingefunden. Während sich Jungstörche vor allem von Regenwürmern und Heuschrecken ernähren, verspeist ein ausgewachsener Weißstorch lieber Frösche. Der Anblick dieser kleinen Amphibien löste besonders bei den teilnehmenden Kindern großes Entzücken aus.

Für die Zukunft ist geplant, am Gampelsee eine Volière aufzustellen in der Hoffnung, dass dort bald ein Storchenpaar sein Nest baut. Diese besonderen Vögel wählen ihren Standort nach dem Nahrungsangebot aus. Weil geeignete Gebiete selbst im ländlichen Raum Süddeutschlands immer weniger werden, brüten die bis zu einem Meter groß werdenden Vögel immer seltener in unseren Gefilden. Man darf jedenfalls gespannt sein, wann Meister Adebar in Ötisheim wieder durch die Wiesen schreitet.

Autor: enz

14.08.2012
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Ötisheim
Postleitzahl: 75443
Einwohner: 4.898

Bürgermeister:
Werner Henle, Tel: 07041 9501-10

Gemeindeverwaltung Ötisheim
Schönenberger Straße 2
75443 Ötisheim

Tel: 07041 9501-0
Fax: 07041 9501-30
E-Mail: gemeinde(at)oetisheim.de
URL: http://www.oetisheim.de
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