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Eine muntere Truppe ist der Handarbeitskreis in der Kelterner Begegnungsstätte Spritzenhaus. Das Bild zeigt von links: Laura Reister mit ihrem zwei Monaten alten Hannes, Bürgermeister Steffen Bochinger, die strickbegeisterten Damen und die beiden Leiterinnen der Begegnungsstätte Carmen Höpfinger (hinten Mitte) und Michaela Hauber (hinten rechts) sowie auch der Urgroßmutter von Hannes Reister, Liese Vollmer (von rechts).  Foto: Ossmann
Eine muntere Truppe ist der Handarbeitskreis in der Kelterner Begegnungsstätte Spritzenhaus. Das Bild zeigt von links: Laura Reister mit ihrem zwei Monaten alten Hannes, Bürgermeister Steffen Bochinger, die strickbegeisterten Damen und die beiden Leiterinnen der Begegnungsstätte Carmen Höpfinger (hinten Mitte) und Michaela Hauber (hinten rechts) sowie auch der Urgroßmutter von Hannes Reister, Liese Vollmer (von rechts). Foto: Ossmann
21.04.2017

Stricken kommt Bedürftigen und Neugeborenen zugute

Dass Stricken und Häkeln nicht nur ein schönes Hobby und geselliger Zeitvertreib sein können, sondern auch von Nutzen sind und Spaß machen, das wird am Beispiel der Kelterner Gemeindeseniorinnen deutlich. Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat treffen sich in der Begegnungsstätte Spritzenhaus rund 20 ältere Damen und dann geht’s los.

Über drei Stunden lassen sie bei Kaffee und Kuchen die Nadeln klappern und erfreuen sich daran, mit ihrer Hände Arbeit Schönes zu schaffen. Da kommt Einiges zusammen, ob Kindersöckchen und -mützchen oder Schals, Decken und vieles mehr. Ein Teil davon geht über kirchliche Organisationen an Hilfsbedürftige in Bosnien oder Rumänien, der andere Teil wird zusammen mit Bastelarbeiten auf dem Dietlinger Nikolausmarkt verkauft. Dies hatte kürzlich Carmen Höpfinger, die zusammen mit Michaela Hauber die Begegnungsstätte leitet, Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger vermittelt. „Warum denn in die Ferne schweifen?“, dachte sich dieser und regte an, dass die fleißigen Damen doch auch für neue Kelterner Erdenbürger Söckchen und anderes stricken könnten. Zusammen mit weiteren Begrüßungsgeschenken erhalten junge Eltern dies von der Gemeinde. Gesagt, getan.

Und so hat nun der Handarbeitskreis im Dietlinger Spritzenhaus einen Generationenvertrag mit den Kelterner Neugeborenen. „Das waren im vergangenen Jahr über 70 Mädchen und Jungen“, gab das Kelterner Gemeindeoberhaupt auf Nachfrage bekannt. „Also in der Regel liegt unsere Strickleistung bei 90 Söckchen im Vierteljahr. Das heißt, da müssen sich die jungen Paare noch ganz schön anstrengen“. Auch Kelterns Bürgermeister hatte gut lachen. Erstens über den Spruch und zweitens über eine Begegnung mit dem erst zwei Monate alten Hannes Reister. So gab’s beim Besuch im Spritzenhaus eine Begegnung von „Hannes mit dem Bürgermeister“ , wobei jeder gleich an das bekannte Schauspieler-Duo Albin Braig und Karlheinz Hartmann vom Mundarttheater Mäulesmühle dachte. Der Kelterner Hannes zeigte sich davon aber wenig beeindruckt und schlief in den Armen von Mutter Laura. Sie freute sich umso mehr, sowohl über die Begegnung als auch über die Söckchen, denn schließlich gehört auch Uroma Liese Vollmer zum Kreis der strickbegeisterten Seniorinnen.