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Schutzinstallation für die Krötenwanderung an der Straße zwischen Schellbronn kurz vor dem Ortseingang Neuhausen. Im nächsten Jahr sollen die Maßnahmen im Enzkreis optimiert werden. Foto: Ketterl
Schutzinstallation für die Krötenwanderung an der Straße zwischen Schellbronn kurz vor dem Ortseingang Neuhausen. Im nächsten Jahr sollen die Maßnahmen im Enzkreis optimiert werden. Foto: Ketterl
17.03.2016

Timing beim Krötenschutz wird besser: Anfrage löst Kettenreaktion aus

Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger griff in Sachen Krötenwanderung zum Telefonhörer und seitdem läuft es wieder für die Verkehrsteilnehmer an der Straße zwischen Weiler und Ittersbach. Ursprünglich war dort aufgrund der saisonal bedingten Krötenwanderung eine zeitlich allzu ausgedehnte Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet und umgesetzt worden.

Doch die sei gar nicht notwendig gewesen, unterstrich Kelterns Verwaltungschef. Bochinger auf PZ-Anfrage: „Da die Schutzzäune in diesem Jahr am Waldweg angebracht sind, konnte die Beschilderung in diesem Bereich von der Straßenmeisterei entfernt werden.“ Schließlich müssten die Naturschützer die Amphibien nicht am Straßenrand einsammeln. Zur Sprache gebracht hatte das Thema im Kelterner Gemeinderat Hermann Becker (CDU) aus Weiler. Der hatte in der jüngsten Sitzung beklagt, dass es unbefriedigend sei, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Blinklichtinstallationen für die Dauer von nahezu zwei Monaten im Februar und März zu aktivieren, wenn sich im überwiegenden Zeitraum gar nichts tue.

Tatsächlich traf der Rathauschef auf offene Ohren und konnte über Joachim Santo, der als Sachbearbeiter für verkehrsrechtliche Anordnungen beim Straßenverkehrs- und Ordnungsamt des Landratsamts zuständig ist, rasch eine Lösung herbeiführen. Mehr noch: Nicht nur an dieser einen Stelle, ganz generell zeigt man sich im Landratsamt offen für eine Optimierung der bestehenden Verfahrensweise. Und so soll es nach Auskunft von Santo ab 2017 dazu kommen, dass im Einklang mit den Koordinatoren vor Ort die Maßnahmen zeitlich angepasst werden sollen. Die Straßenmeisterei, so Santo, werde im Enzkreis zwar die Beschilderung in jedem Fall auch weiterhin rechtzeitig vornehmen, aber die Installationen so lange abgedeckt lassen, bis der jeweilige Koordinator eine Aktivierung für wirklich notwendig erachte.

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