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17. Juni 2012
Enorme 5,33 Spannweite hat das Segelflugzeug von Michael Sommer. Beim Freund schaftsfliegen in der Katharinentaler Senke war eine große Bandbreite unterschiedlichster Modellflieger zu bestaunen.Foto: Martin Schott
Enorme 5,33 Spannweite hat das Segelflugzeug von Michael Sommer. Beim Freund schaftsfliegen in der Katharinentaler Senke war eine große Bandbreite unterschiedlichster Modellflieger zu bestaunen.Foto: Martin Schott

Tolle Maschinen beim Freundschaftsfliegen der Flugmodellgruppe Ispringen-Eisingen

Zum Treffpunkt für Flugmodellfreunde aus der Region und weit darüber hinaus wurde das „Freundschaftsfliegen 2012“ der „Flugmodellgruppe Ispringen-Eisingen“. Zwei Tage lang herrschte Hochbetrieb auf dem Flugfeld des Vereins in der Katharinentaler Senke zwischen Ispringer und Göbricher Kreisel.

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Eine rasche Folge von Starts und Landungen der unterschiedlichsten Luftfahrzeuge und die Flugkünste der Piloten ließ Begeisterung aufkommen. Nicht nur beim eingefleischten Flugmodellfreund mit eigener Maschine, sondern auch bei interessierten Nichtfliegern, die ebenfalls in großer Zahl zu der Flugschau gekommen waren.

Leidenschaft für Jung und Alt

Das Fliegen mit den Modellen ist eine Leidenschaft, der Ältere und Jüngere gleichermaßen frönen. Mit fast vier Jahrzehnten Modellflugerfahrung ist Vereinsmitglied Erich Eberwein aus Dietlingen ein ausgebuffter Profi und echter Experte. Nicht nur was das Fliegen als solches betrifft. Während man viele Modelle heute flugfertig oder als Bausatz kaufen kann, ist Eberwein ein echter Tüftler, der alles selber macht und immer wieder neue bemerkenswerte Flieger gestaltet. Ein echtes Prunkstück, das bereits am Boden die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zieht, ist ein großer Doppeldecker, den Eberwein zur Flugschau mitgebracht hat. 3,33 Meter misst die Spannweite des nur aufgrund von Fotografien originalgetreu nachgebauten Modells einer „Bristol Scout“. Das britische Flugzeug aus dem Jahr 1916 war im ersten Weltkrieg in erster Linie als Aufklärungsflugzeug über den Schützengräben in Flandern eingesetzt worden.

„Die erste Version dieses Modells hatte ein Gewicht von 34 Kilogramm und war damit zu deutlich zu schwer für den regulären Modellflug“, berichtet Eberwein. Die Flieger dürfen nämlich nicht mehr als 25 Kilogramm wiegen, um starten zu dürfen. Da galt es, Ballast abzuwerfen, statt Sperrholz leichtes Balsaholz oder glasfaserverstärkten Kunststoff zu verwenden. Das jetzige Modell wiegt nur noch 24,3 Kilogramm. Es zu fliegen, erfordert Erfahrung, denn der große Doppeldecker reagiert empfindlich auf Seitenwind. „Der schiebt die Maschine einfach weg“, sagt Eberwein.

Auf Nummer sicher

Zu den jüngsten Teilnehmern zählt der neunjährige Florian. Er hat in seinem Onkel Thomas Kiko, dem ersten Vorsitzenden der Flugmodellgruppe, einen erstklassigen Flug- und Modellbaulehrer. Gemeinsam haben sie einen „Easy-Star“ gebaut. Das kompakte Fluggerät mit einem Meter Spannweite und gerade einmal 750 Gramm Gewicht ist für einen Anfänger, der das Fliegen erst lernen muss, besonders geeignet. Denn bei diesem Flugzeug ist der Motor oben angebracht. Kommt es beim Landen einmal zu einer harten Bodenberührung, ist der Motor nicht gleich kaputt und die Maschine kann sich schnell wieder in die Luft gebracht werden.

Autor: Martin Schott

17.06.2012
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