17. August 2012
Umweltstraftat: Feuerwehr muss 150 Fische aus Teich fischen
Umweltstraftat: Feuerwehr muss 150 Fische aus Teich fischen
© Meyer

Umweltstraftat: Feuerwehr rettet 150 Fische aus Teich

Nur der stundenlangen ehrenamtlichen Arbeit von sieben Frauen und Männern ist es zu verdanken, dass am Donnerstag und Freitag etwa 150 Fische aus einem Teich im Eisinger Waldpark gerettet werden konnten. Darunter befanden sich hauptsächlich Goldfische, aber auch vier wertvolle Koi und ebenso viele weißschimmernde Goldorfe.

Anzeige
Bildergalerie: Umweltstraftat: Feuerwehr muss 150 Fische aus Teich fischen
BILD_01.jpg BILD_02.jpg BILD_03.jpg

Jedes einzelne Flossentier wurde nach einem Einsatz der Pforzheimer und der Eisinger Feuerwehr sorgfältig gewaschen und zunächst in fünf Behälter mit sauberem Wasser umgesetzt. Eine mühselige Arbeit, schließlich hatte ein öl- oder benzinhaltiges Gemisch das Gewässer verunreinigt und die Fische mit einer schmierigen Schicht überzogen. Nur drei Fische überlebten nicht.

20 000 Liter Wasser gepumpt

Die Flüssigkeit war über einen Gully in einen Regenwasserablauf und von dort in den zehn mal zehn Meter großen und bis zu 1,20 Meter tiefen Teich gelangt. Wer für den Umweltfrevel verantwortlich ist und ob diese vorsätzlich oder fahrlässig begangen wurde, ist unklar. Allerdings soll es Zeugen geben, die gesehen haben wollen, wie eine Entrümpelungsfirma kurz zuvor einen Kanister mit Diesel in einen Abfluss geleert habe, der in den Teich mündet. “Am Donnerstag gegen 19 Uhr wurde der selbstständige Hausmeister Wolfgang Kamps zu dem Teich gerufen, der zu einem Haus mit 46 Wohnungen gehört. Er ist für etwa die Hälfte des Eisinger Wohnparks zuständig, „Dort roch es stark nach Öl oder Benzin“, war sein erster Eindruck, wie er gestern der PZ schilderte.

Die Freiwillige Feuerwehr Eisingen und die Berufsfeuerwehr Pforzheim, die mit vier Fahrzeugen und zehn Mann ausgerückt waren, pumpten rund 20 000 Liter Wasser ab. „Die Ehefrauen von Feuerwehrmännern, meine Frau und andere Helfer reinigten gleichzeitig jeden Fisch“, schildert Kamps die dreistündige Waschaktion bis kurz vor Mitternacht.

„Zum Glück erfolgte am Mittwoch eine Glascontainer-Leerung. So konnten wir fünf Container säubern und zu provisorischen Fischbecken umfunktionieren“, berichtet der Hausmeister weiter. In einer Art Waschstraße wanderten die nach und nach sauber geschrubbten schwimmenden Zeitgenossen von einem Becken zum nächsten. Auf diese Art und Weise seien schon am Donnerstagabend etwa 100 Fische gerettet worden. Weil noch rund 8000 Liter Wasser im Teich verblieben, wollte man gestern die restlichen rund 50 Wassertiere auf ähnliche Weise säubern und am Leben erhalten.

Der Eisinger Feuerwehrkommandant Jürgen Grimm sorgte dann mit seinen Helfern dafür, dass die Fische eine neue Bleibe fanden: „Wir haben sie in einen als Biotop angelegten Löschteich nach Königsbach gebracht“, sagte er. Gestern war auch das Umweltamt vor Ort. „Es wurden glücklicherweise keine weiteren Umweltschäden festgestellt“, informierte Bürgermeister Roland Bauer. „Ein chemisches Untersuchungsinstitut soll nun die abgepumpte Flüssigkeit unter die Lupe nehmen, um zu entscheiden, wie die 20 000 Liter Flüssigkeit entsorgt werden müssen“, kündigte er an.

Kamps erinnert sich, dass es eine ähnliche Umweltverschmutzung schon einmal gab: „Vor zwölf bis fünfzehn Jahren wurde ein Ölwechsel an einem Gully vorgenommen und das Regenwasser lief von dort in diesen Teich.“

Autor: Carolin Ulbrich

17.08.2012

Weitere Artikel, Bilder und Videos zum Thema

Real
17.08.2012
Umweltstraftat: Feuerwehr fischt 150 Fische aus Teich

Wenn man mal Tage findet, wo es nicht darum geht den islamistischen Terror zu bekämpfen, kommen die wahren Helden des Landes hervor. Rettet die Stuten! Rettet die Hasen! Rettet die Fische! =) mehr...

Admin
17.08.2012
Umweltstraftat: Feuerwehr fischt 150 Fische aus Teich

jetzt auch noch Goldfische... gibts ja garnet, Haasen, Pferde und jetzt auch noch Goldfische.......... mehr...

Admin
17.08.2012
Umweltstraftat: Feuerwehr fischt 150 Fische aus Teich

hmmm man weis es nicht mit welchen hintergrund die Haasen ermordet wurden, evtl. waren das Haasen mit migrationshintergrund. mehr...

Artikel teilen


Anzeige
Top Adressen
Anzeige
Top Angebote


Anzeige
Regional Finder
Ispringen
Kämpfelbach
Eisingen
Königsbach-Stein
Remchingen
Keltern
Straubenhardt
Birkenfeld
Neuenbürg
Engelsbrand
Unterreichenbach
Schömberg
Neuhausen
Tiefenbronn
Heimsheim
Friolzheim
Wimsheim
Mönsheim
Wiernsheim
Wurmberg
Niefern-Öschelbronn
Kieselbronn
Neulingen
Ölbronn-Dürrn
Ötisheim
Mühlacker
Illingen
Maulbronn
Sternenfels
Knittlingen
Oberderdingen
Pforzheim
PZ-news auf Facebook


Webcam
Sa, 02.08.2014 10:35
Aktuelle Videos
Anzeige