

Enzkreis/Kreis Calw. Engelsbrand und Büchenbronn, aber auch Neuenbürg und Schömberg scheinen mit ihren Planungen zum Thema Windkraft auf dem richtigen Weg. Zumindest entsprechen die Vorhaben den neuen Karten für Windkraftanlagen, die das Umweltministerium Baden-Württemberg nun veröffentlicht hat. Sie geben erstmals einen Überblick über potenzielle Windkraftstandorte unter detaillierter Berücksichtigung naturschutz- und forstrechtlicher Schutzgüter.
Die Karten sind als Ergänzung des Windenergieerlasses vom Mai zu verstehen. Demnach weisen die Bereiche am Sauberg (Engelsbrand), in Langenbrand und nahe Waldrennach Windhöffigkeiten, also ein durchschnittliches Windaufkommen von bis zu 5,75 Metern pro Sekunde auf. Als wirtschaftlich interessante Standorte gelten solche mit Windgeschwindigkeiten von fünf bis sechs Metern pro Sekunde.
Was irritiert ist, dass auf den Karten keine geeigneten Flächen im Bereich Straubenhardt eingezeichnet sind. Immerhin ist dort am favorisierten Standort zwischen Axtbachtal und Holzbachtal ein größerer Windpark mit bis zu 15 Anlagen geplant. Und Bürgermeister Willi Rutschmann hält auch an dem Vorhaben fest: „Das Land gibt ständig neue Vorgaben, neue Karten, neue Richtlinien heraus. Das interessiert uns jetzt erst einmal nicht.“ Ab September werden eigene Messungen durchgeführt – ein Jahr lang, mit einem Windmesser in 100 Meter Höhe. Rutschmann sagt: „Dann werden wir weitersehen.“
Autor: Carolin Kraus






