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18.10.2011

Viele offene Fragen zum Nationalpark

ENZKREIS/LANDKREIS CALW. Noch müssen die Regionalräte von Freudenstadt bis Mühlacker noch nicht Farbe bekennen, wie sie zu einem Nationalpark jeweils westlich von Bad Wildbad, Enzklösterle und Baiersbronn stehen. Mit fundierten Pro- und Kontra-Argumenten wurden sie in der gestrigen Regionalversammlung aber schon mal konfrontiert.

Seit ihrem Amtsantritt forciert die grün-rote Landesregierung einen Nationalpark mit einer Fläche von mindestens 10 000 Hektar Fläche und hat dazu ein näher zu untersuchendes Gebiet an der Westflanke der Region Nordschwarzwald mit Ausläufern in den Ortenaukreis und den Kreis Rastatt ausgemacht (die PZ berichtete). Hierbei handelt es sich um 17 000 Hektar Staatswald in den Bereichen Bad Wildbad/Enzklösterle, Baiersbronn sowie Forbach im Kreis Rastatt.

Den Weg zu dem kontrovers diskutierten Nationalpark schilderte Sven Hinterseh vom Ministerium Ländlicher Raum, wonach das Für und Wider in einem Gutachten abgewogen werden soll, in das aber ausdrücklich auch die Bevölkerung einbezogen werde. Dies sei auch erklärter Wille von Agrarminister Alexander Bonde. Nach einer Auftaktveranstaltung über das Vorhaben vor gut drei Wochen in Bad Wildbad und schriftlichen Bürgerinformationen im sogenannten Suchraum habe es schon mehr als 1000 Rückmeldungen gegeben, die in den nächsten Wochen ausgewertet und gleichfalls in das Gutachten einfließen würden. mediko