

Enzkreis/Berlin. Auftakt zum Schlussakkord: Die Finalisten von „The Voice of Germany“ stellen sich den Fragen der Journalisten in der letzten Pressekonferenz. Mit dabei: Der Waldbronner Max Giesinger – mal locker, mal nervös.
Als Deutschrocker mit einer warmen, leicht rauen Stimme überzeugte er in den vergangenen Wochen die Zuschauer der Castingshow. Er schäkert mit seinen Konkurrenten, stimmt spontan seinen Song „Dach der Welt“ an, lächelt.
Ganz cool. Als würde Max das schon immer machen. Dabei hat er kürzlich noch vor ein paar Dutzend Zuhörern in Pforzheims Kneipen, vor einigen Hundert Leuten in der Remchinger Kulturhalle gespielt. Jetzt tritt er vor einem Millionenpublikum auf. Ganz kalt lässt ihn das aber dann doch nicht. Wer genau hinschaut, sieht: Max schlägt die Beine übereinander, nestelt am Hosensaum, wackelt mit den Füßen beim Fototermin. Kein Wunder: Immerhin geht es um die Chance, morgen Abend die Stimme Deutschlands zu sein.
Momentan ist Max davon noch weiter entfernt als seine Mitstreiter. Geht es nach den aktuellen Zahlen der Downloadcharts, liegt er mit seinem Song hinten, wie Sat.1-Unterhaltungschef Wolfgang Link bei der Pressekonferenz sagt: „Aber es ist sehr knapp.“ Wer den Song herunterlädt, gibt gleich zwei Stimmen ab.
Zweistimmigkeit ist übrigens auch bei Max morgen gefragt. So singt er Duette mit Coach Xavier Naidoo und mit dem Weltstar Katie Melua, in die sich Max „schon als kleiner Junge verguckt hat“, wie er zugibt. Charmant ist er und sympathisch ehrlich, wenn er erzählt, dass er seinem Freund und Konkurrenten Michael Schulte den Sieg gönne würde. „Mit ihm möchte ich gerne auch danach ein Duett machen.“ Alternativ bleibt die Möglichkeit, beim Straßenfest in Waldbronn wieder aufzutreten. Der Bürgermeister hätte ihn bereits angeschrieben.
Autor: Carolin Kraus



