

CDU-Gemeinderäte drängen auf ein neues Bad in naher Zukunft.
Geschlossen ist das Schömberger Wellenbad schon seit fünf Jahren. Jetzt sind auch die Tage der Immobilie endgültig gezählt. Der Schömberger Gemeinderat hat mehrheitlich beschlossen, nach der Schließung der Sauna zum Ende dieses Jahres das Gebäude abzureißen.
Nur die CDU stimmte gegen diesen von der Verwaltung eingebrachten Beschlussentwurf. Nicht aber, weil der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Zillinger und seine Kollegen noch eine Chance wittern, das Bad erneut in Betrieb nehmen zu können. Die CDU-Fraktion hätte das Gebäude aber gerne als eine Art Mahnmal erhalten, bis der Bürgerwunsch nach einem Hallenbad in dem Kneipp- und Luftkurort erfüllt ist.
Immerhin sei vom Gemeinderat bereits 2006 ein entsprechender Beschluss gefasst worden, den es nach wie vor umzusetzen gelte. „Wir werden für ein Bad kämpfen“, sagte Martin Hackenberg (CDU), der auch die Auffassung vertritt, dass „ein Wahrzeichen von Schömberg“ ohne Not zerstört werde. Diese Haltung der CDU rief bei anderen Ratsmitgliedern wie auch bei der Verwaltung Verwunderung hervor. „Sicher, der Beschluss von 2006 steht noch“, sagte der UWV-Fraktionsvorsitzende Gerold Kraft. Was aber der Abriss einer maroden Immobilie mit den Plänen für einen Neubau zu tun habe, konnte er nicht sehen.
Er verwies darauf, dass sämtliche Experten und Investoren, mit denen man das Gespräch gesucht habe, deutlich gemacht hätten, dass das Gebäude für eine weitere Verwendung als Bad nicht zu gebrauchen ist. Der Schluss den Kraft mit seinen Fraktionskollegen daraus gezogen hat: die Immobilie muss weg, „denn warum sollen wir das Gebäude des Wellenbades stehen lassen, wenn es nicht mehr zu gebrauchen ist?“
Die SPD ist auf derselben Spur. Damit auch die Bürgerseele endlich zur Ruhe kommt, hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Sperth eine Idee parat. Er empfahl, das Gebäude noch einmal für die Bürger zu öffnen, damit sich diese selbst ein Bild von dem schlechten baulichen und technischen Zustand des Bades machen können. Baufachleute könnten dabei die Mängel erklären und somit um das Verständnis der Bürger im Vorgehen der Kommune werben.
Autor: Ralf Recklies | Schömberg




Leserkommentare (2)
Mehr KommentareUnglaubliche Heuchelei ?dass ausgerechnet der vormalige Schulrektor Sperth, der massgeblich dazu beigetragen hat dass man das Bad seit 5 Jahren konsequent vergammeln lies, dies nun als Rechtfertigung für den Abriss geltend machen will, ist der Gipfel der Bigotterie. Aber in einer Gemeinde, in der ausgerechnet seine SPD einen heuschreckenartigen Investor stützt, muss man sich über nichts mehr wundern. Die Sperth´schen Truppen sind es ja auch, die an vorderster Front die gigantische ...... mehr...
Wir hätten ein Bad vielleicht gerade noch zurückbauen und erhalten können, wir werden uns so eine Einrichtung aber nie mehr leisten können zu errichten. Dank den großartigen Weichenstellungen der Gemeinde, geht der Einzelhandelsumsatz zurück, die Übernachtungszahlen brechen ein und Leute ziehen weg. Nur eines steigt: die Ausgaben der sogenannten "Touristik und Kur" die heute 200T € mehr Verlust macht als zu Zeiten es Wellenbades. Was passiert mit diesem Geld? Wem nützt es? Wenn man die ...... mehr...