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26. Juni 2012
Unterricht an Instrumenten wollen Jugendmusikschulen möglichst vielen Kindern und Jugendlichen möglich machen. Das kostet Geld. Um die Verteilung wird nun wieder gerungen. Foto: Hanschke, dpa-Archiv
Unterricht an Instrumenten wollen Jugendmusikschulen möglichst vielen Kindern und Jugendlichen möglich machen. Das kostet Geld. Um die Verteilung wird nun wieder gerungen. Foto: Hanschke, dpa-Archiv

Wie Musikunterricht gefördert wird

Enzkreis. Wenn die Kreisräte darüber diskutieren, ob der Enzkreis die Jugendmusikschulen künftig weiter fördert oder nicht, dann geht es dabei um Einrichtungen, in denen insgesamt 1387 Kinder und Jugendliche aus den Kreisgemeinden musikalisch ausgebildet werden. Im laufenden Jahr schießt der Enzkreis für jeden dieser Schüler 170 Euro zu: insgesamt 235790 Euro.

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Wie soll man die musische Bildung von Kindern und Jugendlichen am besten fördern? Die Debatte darüber ist im Sozial- und Kulturausschuss des Kreistags jetzt doch wieder aufgeflammt. Und das, nachdem der Ausstieg des Enzkreises eigentlich bereits beschlossene Sache ist. In der Diskussion vom Montag wurde immer wieder darauf verwiesen, dass Städte und Gemeinden sich die musische Bildung heute bereits einiges kosten lassen. Die Gegner eines Kreisausstiegs fürchten, dass viele dieser Kommunen nicht ohne weiteres den Kreisanteil noch zusätzlich drauflegen werden. Wie viel Geld aber würde den Jugendmusikschulen dann fehlen?

Am Beispiel der Jugendmusikschule Neuenbürg zeigt sich, dass es schon um einen ordentlichen Anteil geht. Für die 498 Musikschüler, die nach Zahlen des Landratsamts aus diesem Jahr von der Neuenbürger Einrichtung unterrichtet werden, gibt der Enzkreis 84660 Euro hinzu. Von den Gemeinden Straubenhardt, Birkenfeld, Engelsbrand und Keltern fließen demgegenüber laut Neuenbürgs Haushaltsplan 2012 60000 Euro in die Stadtkasse. Vom Land erhält die Einrichtung 45000 Euro, an sonstigen Zuschüssen weitere 7000 Euro. Neuenbürg selbst hat als Standortkommune hohe Kosten zu tragen. Laut Bürgermeister Horst Martin ist im laufenden Etat eine Summe von 136000 Euro angesetzt. Bei diesen Zahlen und den Zahlungen der beteiligten Gemeinden geht es um die Verteilung des Abmangels der Einrichtung, also um ein Minus, das noch ausgeglichen werden muss, wenn alle Einnahmen schon abgerechnet sind. Wichtigster Posten sind dabei die Elterngebühren, die Horst Martin für 2012 mit rund 300000 Euro angibt.

Autor: Alexander Heilemann

26.06.2012
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