

750000 Euro werden 2012 in Wimsheim von der hohen Kante geholt.Dennoch kommt die Gemeinde im Haushalt weiter ohne Schulden aus.
Der Haushalt der Gemeinde Wimsheim ist für dieses Jahr unter Dach und Fach. Er hat ein Gesamtvolumen von 7,250 Millionen Euro, davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 4,790 Millionen Euro und auf den Vermögenshaushaushalt 2,460 Millionen Euro. Die Höhe der geplanten Investitionsausgaben im Vermögenshaushalt hat sich 2012 stark verringert, nachdem die Umlegung für das Baugebiet „Frischegrund“ mit umfangreichem Grunderwerb bereits im vergangenen Jahr abgewickelt wurde. „20 der 57 Bauplätze im ersten Bauabschnitt sind letztes Jahr verkauft worden“, betonte Bürgermeister Mario Weisbrich, der davon ausgeht, dass von Juli an gebaut werden kann.
Auch dieses Jahr hat die Gemeinde einiges zu stemmen. So stehen die Restfinanzierung für das Feuerwehrfahrzeug mit 215000 Euro an, der Bau der Kinderkrippe mit 200000 Euro, die Kanalsanierung/Regenwasserkanal mit 250000 Euro und als größter Brocken die Ortskernsanierung mit 900000 Euro. Auch für die Ortsdurchfahrt samt Kreisverkehr sind 140000 Euro eingestellt und für die LED-Straßenbeleuchtung, mit der Ende Februar begonnen werden soll, 130000 Euro sowie für Grunderwerb weitere 150000 Euro. Vorgesehen sind ungter anderem Baumaßnahmen von insgesamt etwa 1,951 Millionen Euro sowie den Erwerb von beweglichen Sachen in Höhe von 247000 Euro, den Grunderwerb mit 150000 Euro und Zuschüsse für Investitionen in Höhe von 112000 Euro. Um alle Investitionen (siehe Bericht „Wimsheims Haushalt 2012 in Zahlen“) finanzieren zu können, setzt die Gemeinde auf Zuschüsse vom Land von insgesamt 997000 Euro, auf Grundstücksverkäufe, die 393000 Euro einbringen sollen und auf ein Plus aus dem Verwaltungshaushalt in Höhe von 320000 Euro. Doch um alles schultern zu können, müssen auch 750000 Euro von der hohen Kante genommen werden. Damit magert das Sparschwein der Gemeinde, die schuldenfrei ist, deutlich ab.
Bürgermeister Mario Weisbrich machte deutlich, dass eine Gemeinde nur wenig Stellschrauben habe, an denen sie selbst drehen könne, darunter Grund- und Gewerbesteuer. Doch daran wolle Wimsheim derzeit nicht rütteln.
900000 Euro Gewerbesteuer sollen 2012 in die Kasse der Gemeinde fließen sowie Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb in Höhe von 1,114 Millionen Euro. Der größte Brocken der Einnahmen bildet im Verwaltungshaushalt der Einkommensteueranteil mit 1,445 Millionen Euro. Doch Personalkosten in Höhe von etwa 1,279 Millionen Euro – davon fließen etwa 40 Prozent in den Kindergarten – sowie etliche Umlagen sorgen auf der anderen Seite für viele Ausgaben.
„Um auch künftig ein Plus im Verwaltungshaushalt erwirtschaften zu können, müssen Gebühren und Beiträge immer wieder neu kalkuliert und angepasst werden“, mahnte Weisbrich, der sich zufrieden zeigte. „Es wird solide gewirtschaftet und geplant, die Gemeinde steht gut da“, bestätigte Frank Widmann (FWV). Allerdings könne man irgendwann keine Bauplätze mehr verkaufen und müsse Sparmaßnahmen ergreifen.
Autor: Silke Fux



