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17.11.2011

Wimsheimer Eltern ärgern sich über höhere Kindergartengebühren

WIMSHEIM. Wimsheims Eltern sind in Aufruhr. Der Gemeinderat hat die Erhöhung der Kindergartengebühren beschlossen. Die hat’s in sich: Besonders Familien mit drei oder vier Kindern müssen richtig tief in die Tasche greifen.

 Als Beispiel: Hat eine Familie mit zwei Kindern – eins im Kindergarten, eins in der Schule – bislang 66 Euro bezahlt, sind jetzt 100 Euro pro Monat fällig. 408 Euro mehr im Jahr. Das wirft Fragen auf.

Wie kommt es zu der drastischen Preissteigerung? Wimsheim geht bei der Berechnung künftig nur noch von den Sprösslingen aus, die im Kindergarten sind. Ist beispielsweise der Bruder bereits in der Schule, wird dieser nicht mehr mitgerechnet. Andere Gemeinden rechnen mit der Gesamtkinderzahl einer Familie, weil dies sozial gerecht sei.

Kann eine Gemeinde die Gebühren überhaupt so stark erhöhen? Kann sie, bestätigt Markus Rudisile, Leiter der Kommunalaufsicht im Enzkreis. Die Gemeinden orientieren sich bei ihrer Gebührenberechnung an Richtsätzen, vorgegeben vom Städte- und Gemeindetag zusammen mit den Kirchen. Demnach sollten 20 Prozent der Kosten durch die Elternbeiträge gedeckt sein.

Erreicht Wimsheim mit der Erhöhung nun die gewünschte Kostendeckung? Nach Berechnungen von Wimsheims Kämmerer Dekreon wird der Elternanteil an den jährlichen Kosten zwischen 18 und 20 Prozent liegen – nach der Erhöhung. „Derzeit liegt er bei etwa zwölf Prozent.“