


Mit reichlich Informationen möchte Engelsbrand die Bürger für die Windkraft gewinnen. Auftakt ist am Freitag mit der ersten Versammlung, der ein Bürgerentscheid folgt.
Mit der Energiewende kommt die Stromerzeugung vielen Menschen näher. Manchen auch zu nahe, wie derzeit zum Beispiel eine Bürgerinitiative in Schömberg zeigt, die in der dortigen Debatte um einen möglichen Windpark in Langenbrand beispielsweise den Lärmschutz für Anwohner oder den Artenschutz ins Feld führt. Engelsbrand setzt für die eigenen Windkraft-Pläne auf der Höhe an der Grenze mit Büchenbronn auf einen Bürgerentscheid. Im Herbst sollen die Menschen selbst die Energieweichen stellen.
Zur Vorbereitung setzt die Gemeinde auf Information. Am 4. Mai geht es los – mit einer ersten Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle Engelsbrand. Verwaltung und Experten aus der Wirtschaft stellen dann die Möglichkeiten für Windräder auf dem Sauberg vor. Ob Bürgermeister Bastian Rosenau an diesem Abend mit Gegenwind rechnen muss, ist ungewiss. In Engelsbrand war von Windkraft-Skepsis bislang anders als in Schömberg öffentlich nichts zu hören. „Im Rathaus sind da keinerlei Rückmeldungen eingegangen“, so Rosenau. Nur wenn er im Ort unterwegs sei, bekomme er mit, dass über die Windräder diskutiert werde. Insgesamt sei die Tonlage dabei sehr sachlich.
Bei der Bürgerversammlung sollen viele Fragen schon in den Vorträgen beantwortet werden: Fragen nach Geräuschen durch Windräder, nach Schatten, Lichtreflexen und Sicherheitsmarkierungen mit Licht oder leuchtenden Farben. Es geht auch um eine Vorstellung davon, wie die Räder in der Landschaft stehen würden.
Nach bisherigen Prognosen erwartet die Verwaltung nicht, dass Lärm eine große Rolle für die Engelsbrander Pläne spielt. Dagegen stehe der wahrscheinlich große Abstand von der Wohnbebauung, aber auch die neue Technik der Windräder, deren Rotoren sich in rund 140 Metern Höhe drehen. Die Engelsbrander sollen sich zwischen Ende Mai und Mitte Juli schriftlich zu den Energieplänen äußern können. Für den 16. Juni ist eine Informationsfahrt nach Rheinland-Pfalz zum Windpark Wörrstadt geplant, wo 21 Windräder jährlich rund 139 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Es folgen eine Diskussionsrunde am 20. Juli, die zweite Bürgerversammlung am 14. September und der Bürgerentscheid am 14. Oktober. Mit Blick auf die Erfahrungen mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 ergänzt Rosenau augenzwinkernd, man arbeite an einer „neutralen, leicht verständlichen Fragestellung“ für den Bürgerentscheid. Die Vorgabe sei klar: „Ja muss ja bedeuten und nein nein.“
Autor: Alexander Heilemann





Leserkommentare (272)
Mehr KommentareIch verfolge die Pläne, das Vorgehen um die Windkraft. In Schömberg wird ein Mindestabstand von 1000m gefordert. Ein Gutachten soll in Auftrag gegeben werden, daß 700m Abstand ausreichen. Für das Ergebnis kommt es wohl darauf an wer es bezahlt und wer es durchführt. Von vielen Experten wird ein Mindestasbsdtand von 1500m als erforderlich erachtet. In Engelsbrand wird im Gegensatz zu der Verwaltung in Schömberg nach meinen Informationen von vorne rein ein Mindestabstand von nur 700m als für ...... mehr...
Man kann ja zu Windkraftanlagen grundsätzlich abgeneigt stehen. Nur sollte man dann aber dies klar aussagen und keine pseudowissenschaftlichen technischen Behauptungen verbreiten. Die Geräusche einer solchen Anlage sind alle messbar. Geheimnissvolle Wellen oder Strahlen oder Kräfte, wie sie dem Handy unterstellt werden (was Magnetfeld und Elektrisches Feld anbetrifft wenigstens zu Recht!) und die den Menschen angeblich direkt krank machen können, gibt es nicht. Seltene Pflanzen zerstört ??? ...... mehr...
Ich bin nicht generell gegen Windkraft, deshalb sage ich es qawuch nicht, weil es nicht der Wahrheit erntspricht! Ich verbreite auch keine Pseudowissebnschaftliche technische Behauptungen, sondern weise nur auf Dinge hin die nachlesbar sind. Zu den Geräuschen habe ich Infraschall genannt der für Meneschen nicht hörbar ist. Von geimnisvollen Wellen oder Strahlen habe ich nichts geschrieben. Ich habe aber etwas geschrieben, daß verschiedentlich Menschen in der Nähe von Windkraftanlagen ...... mehr...