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28.04.2009

Wörz hilft mit seinem Laptop dem Richter bei der Orientierung

Richtige Aktenberge haben sich seit zwölf Jahren in den Wörz-Prozessen aufgetürmt. Um der Informationsflut Herr zu werden, kommen die Verteidiger Hubert Gorka und Ralf Neuhaus im neuen Verfahren mit tragbaren Computern ins Landgericht Mannheim. Auch Harry Wörz schleppt seinen Laptop in den Saal 1 mit.

Am Dienstag bei der Befragung des angeklagten Birkenfelders zu Vorgängen rund um die versuchte Tötung seiner ehemaligen Ehefrau stellte Wörz seinen PC sogar auf dem Richtertisch auf. Er wollte dem Strafgericht mit Bildern, die er in seinem Computer gespeichert hat, zeigen, wo er sein Auto rund 80 Meter von seiner Wohnung in Gräfenhausen entfernt am Abend des 28. April 1997 abgestellt hatte.

Aus dem Ortsplan in Papierform war der Vorsitzende Richter Rolf Glenz nicht recht schlau geworden. Wo fangen die Kelterstraße, die Kettelsbachstraße oder die Ellmendinger Straße an und wo hören sie auf? Auf dem Bildschirm seines Laptops zeigte Wörz den Richtern die Straßen in seinem Heimatort. Ein Glück, dass sein mobiler Computer ein langes Netzteil hat. Mit der Dreifachsteckdose für Gorka, Neuhaus und Wörz reichte die Verbindung bis zum Richtertisch. rst