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25.10.2011

Zwischen High-Heels und Hochsitz: Frauen bei der Jagd

ENZKREIS/NEUHAUSEN. Vollbart, kräftige Statur, schwere Stiefel, dunkelgrüne Jacke und ein Hut, geschmückt mit Feder oder Gamsbart. Dieses Bild vom Jäger hat sich in den Köpfen festgesetzt. Zeit, umzudenken: Immer mehr Frauen gehen auf die Pirsch. Eine von ihnen ist Susanne Krail. Blond, schlank, jung, aber auch mit Hut, Gewehr, Fernglas und Jagdhund an der Leine.

Seit über zehn Jahren hat Krail ihren Jagdschein. Seit einiger Zeit sogar ein eigenes Revier, eine Jagdpacht im Neuhausener Staatswald. Krail war gerade 17 Jahre alt, als sie ihren Jagdschein gemacht hat. Dabei war sie nicht nur bei Weitem die Jüngste, sondern auch die einzige Frau. Heute seien in jedem Kurs zwei bis drei weibliche Jagdschein-Anwärterinnen dabei.

„Wie populär die Jagd bei Frauen wird, sieht man auch daran, dass es in den Spezial-Bekleidungskatalogen immer mehr für uns gibt – von den Stiefeln bis zur schmal geschnittenen Fleece-Jacke“, sagt Krail. Vom Landesjagdverband gibt es inzwischen ein eigenes „Jägerinnen-Forum“, bei dem es Veranstaltungen und Informationen für die Frauen auf der Pirsch gibt, das sich aber auch um die Weiterbildung der Jägerinnen kümmert. Zum Beispiel: Das Seminar „Fit für die Treib- und Drückjagd“, aber auch „Grillen mit Wild“ oder „Jagdliche Dekorationen“.