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05. Juli 2012
Entlastung nach Plan: Illingens Bürgermeister Harald Eiberger erörterte die Pläne für eine Ortsumgehung im Jahr 2009 mit Landrat Karl Röckinger den Kreisräten Winfried Scheuermann und Karlheinz Schühle, Verkehrsdezernent Wolfgang Herz (von rechts) un
Entlastung nach Plan: Illingens Bürgermeister Harald Eiberger erörterte die Pläne für eine Ortsumgehung im Jahr 2009 mit Landrat Karl Röckinger den Kreisräten Winfried Scheuermann und Karlheinz Schühle, Verkehrsdezernent Wolfgang Herz (von rechts) und anderen an Ort und Stelle. Zum Bau vorgesehen ist die Westtangente nun 2014. Foto: Schmid, Archiv

Zwölf Kreisstraßen in fünf Jahren

Jährlich rund drei Millionen Euro investiert der Enzkreis in den Straßenbau. Ist das zu viel oder zu wenig? Die Kreisräte sind da geteilter Meinung.

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Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat ihre Prioritätenlisten für Fernstraßen und Landesstraßen bereits vorgelegt. Der Enzkreis hat seine eigene Liste der Straßenbauvorhaben jetzt wieder fortgeschrieben. Bis zum Jahr 2016 stehen demnach der Aus- oder Umbau von zwölf Kreisstraßen an. Schwerpunkte, an denen zum Teil bereits gebaut wird, liegen im Umfeld der aktuellen Autobahnbaustelle bei Nöttingen und Darmsbach und im Heckengäu bei Wimsheim. Oft geht es um Ausbauten, um Kreisverkehre wie an der Regelbaumstraße bei Birkenfeld oder an der Industriestraße bei Öschelbronn, zwei Mal geht es aber auch um Umgehungen. Im Wurmberger Norden ist eine Spange Richtung Öschelbronn 2015 anvisiert. Schon im Jahr zuvor soll die Westtangente in Illingen kommen. Beides sind Millionenprojekte.

Nach den von Verkehrsdezernent Wolfgang Herz im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistags vorgelegten Zahlen gibt der Enzkreis für den Straßenbau im Schnitt jährlich rund drei Millionen Euro aus. Nicht allen Kreisräten reicht das aus. Reiner Herrmann (Freie Wähler) kritisierte, die Vorhabenliste werde immer länger, viele Projekte würden eins um andere Mal verschoben. Sein Fazit: Das Geld, das der Enzkreis für Straßenbau, aber auch für den Erhalt der Straßen ausgebe, reiche eigentlich nicht aus. Die Gegenposition verfocht der Grüne Klemens Köberle: Seiner Ansicht nach wäre es besser, mehr Geld in bestehende Straßen zu stecken, statt neue zu bauen.

Landrat Karl Röckinger stellte sich eher auf Herrmanns Seite. In Sachen Neubauten sei der Enzkreis ohnehin zurückhaltender als viele Nachbarn. Herrmanns Auffassung zur Erhaltung der Substanz der Kreisstraßen teile er dagegen. Dafür müsse man aber auch von Seiten der Städte und Gemeinden bereit sein, über die Kreisumlage einen entsprechenden finanziellen Spielraum zu verschaffen. „Nach der letzten Kreisumlagendebatte“, so Röckinger, „habe ich keine Lust, weitere Straßenbauprojekte anzupacken.“ Denn die solle man aus laufenden Mitteln finanzieren.

Autor: Alexander Heilemann

05.07.2012
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