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12.02.2009

Nur bei leichter Erkältung ins Büro

KÖLN. Das kalte Schmuddelwetter macht immer mehr Menschen zu schaffen. Hier läuft eine Nase, da wird gehustet – wann aber sollte man aus Kollegialität zu Hause bleiben? Spätestens, wenn Fieber im Spiel ist.

Die im Winter üblichen Erkältungssymptome sind für Arbeitnehmer noch kein Grund, zu Hause zu bleiben. Anders sieht es zum Beispiel bei einer Magen-Darm-Erkrankung, Augen- oder Mittelohrentzündung aus: Sind ansteckende Keime im Spiel, sollte man sich auf jeden Fall krankschreiben lassen, rät Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin vom TÜV Rheinland in Köln. Auch bei leicht erhöhter Temperatur empfiehlt sie Arbeitnehmern, sich nicht zur Arbeit zu schleppen.
Wer das ignoriert, tut damit seinen Kollegen nicht unbedingt einen Gefallen. „Bazillenschleudern“ sollten deshalb besser nicht ins Büro gehen, wenn sie nicht den halben Betrieb lahmlegen wollen. Eine überdurchschnittliche große Ansteckungsgefahr bestehe zum Beispiel auch bei einer Augenentzündung, warnt Roth. Wenn die Augen tränen, deute das oft auf hoch ansteckende Erreger hin.
Bei Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen könnten Arbeitnehmer in der Regel zwar ins Büro gehen. Dennoch sollten sie dann Rücksicht auf die Kollegen nehmen: „Der Betroffene sollte darauf achten, genügend Abstand zu seinen Kollegen zu halten und ihnen nicht die Hand geben, damit er sie nicht mit ansteckt“, sagt Roth. Dringend rät sie aber zur Bettruhe, wenn Arbeitnehmer sich eine Grippe eingehandelt haben. Typische Anzeichen sind plötzlich eintretende Beschwerden und hohes Fieber. „Nimmt sich der Patient nicht die erforderliche Auszeit, besteht die Gefahr, dass die Grippe, falls sie nicht auskuriert wird, Folgeerkrankungen nach sich zieht“, warnt Roth. tmn