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30. Mai 2012
Mit seinem starken linken Fuß soll Daniel Reule künftig für den TSV Grunbach auf Torejagd gehen. Eibner
Mit seinem starken linken Fuß soll Daniel Reule künftig für den TSV Grunbach auf Torejagd gehen. Eibner

Auf Ballhöhe: Reule „ballert“ nun in Grunbach

Der TSV Grunbach bastelt nach dem Aufstieg in die Oberliga mit Hochdruck am neuen Kader und hat auch schon den nächsten Hochkaräter verpflichtet. Sportvorstand Torsten Heinemann tütete gestern den Wechsel des gebürtigen Neuenbürgers Daniel Reule ein. „Daniel war schon sehr enttäuscht, weil sich Waldhof nicht gerührt hat, da haben wir natürlich zugeschlagen“, freut sich Heinemann über die Verpflichtung (Vertrag bis 2015) des 29-jährigen Kapitäns des Regionalligisten, der früher unter anderem für den VfRPforzheim, Karlsruher SC und FC Nöttingen auf Torejagd ging.

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In der abgelaufenen Runde erzielte Mannheims Publikumsliebling zehn Treffer. Von seiner Kaltschnäuzigkeit wollen nun die Grunbacher profitieren. „Mit seiner extremen Schusskraft im linken Fuß ist er auf unserem kleinen Platz eine absolute Waffe“, meint Heinemann, der Reule – Ronny Zeller aus Grunbach ist sein Berater – auch mit einem Jobangebot in seiner Firma ConMedes GmbH in Pforzheim wieder in die Heimat locken konnte. Dominik Salz, Dirk Prediger, Murat Cetinkaya und Daniel Reule – Heinemann spricht von einem „Giganten-Sturm“. „Wir werden unseren Zuschauern ein Offensivspektakel bieten“, blickt der TSV-Funktionär euphorisch in die Zukunft.

Sein Konzept „Beruf, Lehre, Fußball“ scheint bei den Fußballern jedenfalls gut anzukommen. Denn mit Matthias Fixel vom Regionalliga-Team des Karlsruher SC biss ein weiterer starker Neuzugang beim TSV an. Der 21-jährige Innenverteidiger unterschrieb bis 2014 und erhält in Pforzheim einen Ausbildungsplatz. Er wird ebenfalls von Ronny Zeller beraten. Der Dritte im Bunde ist Samuel Brunner von den Bundesliga-A-Junioren des KSC. Der Rechtsfuß soll auf der Außenbahn Dampf machen. Schon fix sind die Wechsel von Marco Schröder (CfR U19) und Simon Markovic (VfR Ittersbach).

An zwei Regionalliga-„Knallern“ (Heinemann) ist der Oberliga-Neuling noch dran. Fest steht mittlerweile auch der Wechsel von Adis Herceg (ASV Durlach) nach Grunbach. Der 33-Jährige soll jedoch nicht nur als Sportkoordinator beim TSV einsteigen, sondern wird mit Michael Fuchs ein Trainerduo bilden. Und zwar aus dem Grund, weil Herceg für seinen Fußball-Lehrerschein die Trainertätigkeit bei einem Oberligisten nachweisen muss. „Michael Fuchs ist weiterhin unser Chefcoach, Adis Herceg wird ihm mit guten Ideen zur Seite stehen“, erklärt Heinemann die neue Konstellation auf der Trainerbank.

Noch nicht geklärt ist dagegen der Streit um Oliver Nell. Der Torhüter des 1. CfR Pforzheim hatte unlängst einen Vertrag in Grunbach unterschrieben und wenig später dann auch noch einen beim FCNöttingen. Heinemann will sich zu diesem Thema nicht mehr äußern („Von unserer Seite gibt es nichts mehr zu sagen“). Jetzt ist also Dirk Steidl an der Reihe. „Sowohl der CfR als auch Grunbach haben uns ihre Ablösevorstellungen mitgeteilt, nun müssen wir schauen, wie wir das lösen“, so der Manager des FC Nöttingen. Fakt ist: Nell spielt in der neuen Runde für den FCN – vermutlich eher in der zweiten Mannschaft.

Lücken in der Spielordnung?

Heiß diskutiert wird in Fußballerkreisen der Einspruch der drei Vereine FSV Eisingen, TV Gräfenhausen und Fatihspor Pforzheim beim Badischen Fußballverband (BFV) gegen die Wertung in der Kreisliga Pforzheim (die PZ berichtete). Sie behaupten, der 1.CfRPforzheim II habe bei seinen Spielabsagen gegen den Abstiegskandidaten Gräfenhausen und den frischgebackenen Meister SVNeuhausen gegen die Satzung verstoßen, weil die Absagen ohne Rücksprache oder Genehmigung durch den Staffelleiter erfolgt seien. Sie berufen sich dabei auf die DFB-Spielordnung, in der unter Paragraf 46a – „Verzicht und Rücktritt von Spielen“ steht: „Während der Verbandsspielrunde darf ein Verein nur mit Zustimmung der spielleitenden Stelle zu einem Spiel nicht antreten oder von den weiteren Spielen zurücktreten.“

Haben die drei Vereine da wohl eine Lücke in der Satzung gefunden? Ihr Protest ging beim BFV ein, doch dort leitete man die Beschwerde gleich an den Fußballkreis Pforzheim weiter. Vom BFV heißt es nur: „Man muss keine Spielabsage beim Staffelleiter melden. Wenn der Schiedsrichter vor Ort ist, vermerkt er den Ausfall im Spielberichtsbogen und damit ist die Sache erledigt. Nur bei besonderen Fällen, wie zum Beispiel einem Todesfall, müsse der Staffelleiter informiert werden. Der Protest der drei Vereine wird also nichts bringen.“ Dennoch, so ein BFV-Mitarbeiter gegenüber der PZ, werde man im Spielausschuss darüber diskutieren, wie man künftig bei Spielabsagen im Ligaendspurt verfahren werde. Denn das Ganze sei „doch sehr ärgerlich“, gibt der Funktionär zu.

Pforzheims Fußballkreisvorsitzender Gerhard Schwörer meint nur: „Jeder Verein kennt die Satzung und auf dem Staffeltag ist alles gesagt worden.“

Wolfgang Trautz, zweiter Vorsitzender des abgestiegenen FSV Eisingen, kann da nur mit dem Kopf schütteln. „Die Verantwortlichen sollen sich mal zusammensetzen und erklären, was mit dem Passus genau gemeint ist. Wir hoffen, unser Einspruch wird geprüft, denn hier besteht Handlungsbedarf.“ Wenn es nach den drei verbündeten Vereinen geht, sollte die CfR-Reserve als zweiter Absteiger in die A-Klasse runter.

VfB: Trainerduo darf bleiben

Das Trainerduo Maurizio Cosi und Thomas Herzog darf nun doch beim VfBPforzheim (A-Liga) weiterarbeiten. Noch vor einer Woche waren beide vom Verein gefeuert worden, jetzt erklärt Miguel Kammerer vom Spielausschuss: „Wir hatten Fehlinformationen und wissen nun, dass es nicht an den Trainern lag, sondern an einigen Spielern, die gegen die Trainer Stimmung gemacht haben. Von den Spielern haben wir uns getrennt. Fertig.“

Während Stürmer Dennis Zenko zum CfR Pforzheim wechselt, werden einige VfB-Spieler ihr Glück bei einem „Trainings-Casting“ des Sportclubs Pforzheim am 9. Juni im Würmtal versuchen.

Autor: Dominique jahn

31.05.2012

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