

Das Finale der Enttäuschten. Noch einmal müssen sie ran, dann ist auch für sie die Saison vorbei. Der FV Wildbad (Kreisklasse A2) und der 1. CfR Pforzheim II (Kreisliga) treffen am heutigen Mittwochabend im Finale um den Krombacher Cup des Fußballkreises Pforzheim aufeinander. Die Partie findet in Wildbad statt. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.„Wir wollen unseren Heimvorteil nutzen und gehen volle Pulle ins Finale“, sagt Trainer Fabrice Kastner.
In der vergangenen Runde war für seinen FV Wildbad im Viertelfinale Schluss, davor schaffte man es meist nicht über Runde zwei hinaus. Es ist also an der Zeit, endlich den großen Coup zu landen. Der Pokalsieg könnte dann auch ein wenig über den verpassten zweiten Platz in der Liga hinwegtrösten. Denn der SVBüchenbronn sicherte sich durch einen „dubiosen Elfmeter“ (Kastner) in der Nachspielzeit am letzten Spieltag noch die Teilnahme am Aufstiegsspiel, das man gegen Knittlingen gewann. „Ein bisschen schmerzt der dritte Platz schon noch“, gibt Kastner zu. „zumal gegen Knittlingen auch für uns etwas drin gewesen wäre.“ Heute nun will man die Runde mit dem Pokalsieg ausklingen lassen. „Doch es wird schwer“, weiß Kastner. „Angeblich kommt der CfR mit der ersten Mannschaft.“
Im Pokalwettbewerb gibt es keine Stammspieler-Regelung, was dem CfR II heute wohl zugute kommen wird. So kann das Team, das in der Kreisliga aufgrund Personalmangels zwei Spiele absagen musste und sich dafür reichlich Ärger einhandelte, auf Spieler von der Verbandsliga-Mannschaft, wie auch von den A-Junioren zurückgreifen. „Das werden wir machen“, sagt CfR-Coach Uwe Wieland, „doch ich bin mir noch nicht sicher, wer spielen wird.“ Auf alle Fälle sollen jedoch die Spieler, „die über die ganze Saison der zweiten Mannschaft die Stange gehalten haben“ (Wieland), heute von Beginn an auflaufen.
Für den Coach des Fusionsvereins wäre der Pokalsieg „ein versöhnender Abschluss einer verkorksten Saison“. Schade findet er, das nach den Spielabsagen „uns im Kreis bestimmt niemand den Pokalsieg gönnt, doch das blenden wir aus“, so Wieland.
Der Sieger des heutigen Endspiels darf sich auf 500 Euro Siegprämie plus 80 Liter Krombacher Bier freuen. Für den Unterlegenen gibt es immerhin noch 250 Euro und 50 Liter Süffiges. Zudem werden die Finalisten, die Schiedsrichter sowie die Kreis-Mitarbeiter voraussichtlich am Freitag, 29. Juni, um 19.00 Uhr von der Brauerei Krombacher nach Wildbad zu einem gemütlichen „Krombacher Abend“ eingeladen.
Die Spielabsagen des CfR Pforzheim II hatten in der abgelaufenen Kreisliga-Saison für mächtig Ärger gesorgt. Von „Wettbewerbsverzerrung“ war unter anderem die Rede (die PZ berichtete). Der FSV Eisingen, FV Langenlab und Fatihspor Pforzheim legten sogar Protest gegen die Spielwertungen ein. Wie sich nun herausstellte, jedoch ohne Erfolg. „Der Verband hat den Einspruch abgelehnt“, sagt Kreisvorsitzender Gerhard Schwörer. „Mit der Begründung, dass die Vereine nicht berechtigt wären, diesen Antrag zu stellen. Dies kann nur durch den Verband erfolgen.“ Damit bleibt alles beim Alten: Der FSV Eisingen steigt als Vorletzter der Kreisliga in die A-Klasse ab.
„Bloß nicht in die C-Liga!“, meinten die Verantwortlichen des FVÖschelbronn II im vergangenen Sommer vor dem Rundenstart in der Kreisklasse B3 Pforzheim. Das war angeblich Motivation genug, um sich mit zwei Punkten Vorsprung auf den FSV Buckenberg den Aufstieg in die A-Klasse zu sichern und damit der künftigen neuen C-Klasse zu entkommen.
Großen Anteil am Aufstieg der Öschelbronner hatte vor allem Torhüter Marc Geist, der nach der Hinrunde eigentlich kürzer treten wollte, sich dann aber doch voll einsetzte und in der zweiten Saisonhälfte überragend hielt. „Ausgezeichnet hat uns außerdem die starke Defensivarbeit“, weiß Volker Rudel, der unter der Woche die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft (rund 25 Mann) gemeinsam trainierte, am Wochenende aber Spielertrainer Klaus Weiß dasKommando bei der „Zweiten“ überließ. Während Weiß im defensiven Mittelfeld kräftig abräumte, glänzten in der Offensive Markus Marcinkowski mit 22 Saisontreffern, ebenso Routinier Renato Bestvina, der öfters mal aushalf. In der neuen Saison übernimmt er das Team als Trainer und soll den Klassenerhalt in der A-Klasse schaffen.
52 Tore hat er geschossen, obwohl er nicht mal alle 30 Saisonspiele bestritten hat. Sascha Rohrer (Foto), Stürmer des FC Alemannia Wilferdingen II, trat in der Kreisklasse B3 durch seine extreme Kaltschnäuzigkeit in Erscheinung. „Er macht aus allen Lagen Tore“, sagt FCA-Coach Alexander Schwenk, „leider trainiert er aber nicht voll, sonst wäre er ein Kandidat für die erste Mannschaft.“ Rohrer das Naturtalent – denn angeblich spielt er nur „Just for fun“.
Autor: Dominique Jahn







Leserkommentare (5)
Mehr KommentareDas der 1.CfR Pforzheim II zu diesem Kreispokalfinale überhaupt antritt, ist eine Frechheit. mehr...
[QUOTE=Überblick;125546]Das der 1.CfR Pforzheim II zu diesem Kreispokalfinale überhaupt antritt, ist eine Frechheit.[/QUOTE] Zumal er hier ja beliebig Spieler aus der 1. Mannschaft einsetzen darf. Dann hat er ja wenigstens keine Aufstellungsprobleme............ Den anderen "kleinen" Mannschaften gegenüber ist dies allerdings wirklich eine Frechheit !! mehr...
[QUOTE=bifi64;125572]Zumal er hier ja beliebig Spieler aus der 1. Mannschaft einsetzen darf. Dann hat er ja wenigstens keine Aufstellungsprobleme............ Den anderen "kleinen" Mannschaften gegenüber ist dies allerdings wirklich eine Frechheit !![/QUOTE] Das ist sicherlich eine Frechheit, doch für das Reglement kann der CFR nichts. mehr...