nach oben
Sowohl Salvatore Tommasi (links), der für den gesperrten Dominik Salz spielte, als auch der später eingewechselte Oguzhan Tasli (rechtes Bild vorne) konnten sich im Angriff nicht durchsetzen.  Ripberger
Sowohl Salvatore Tommasi (links), der für den gesperrten Dominik Salz spielte, als auch der später eingewechselte Oguzhan Tasli (rechtes Bild vorne) konnten sich im Angriff nicht durchsetzen. Ripberger
16.10.2016

0:0 gegen Offenburg: Überlegener CfR muss mit Punkt zufrieden sein

Heimstärke gegen Auswärtsstärke – unter diesem Motto empfing der 1. CfR Pforzheim in der Fußball-Oberliga den Offenburger FV. Am Ende stellten beide Teams ihre Qualitäten unter Beweis. Pforzheim war in 90 torlosen Minuten die überlegene Mannschaft, doch mit dem 0:0 waren am Ende die Gäste deutlich glücklicher.

„Wir wollten endlich mal wieder zu Null spielen. Das ist uns gelungen“, freute sich Offenburgs Trainer Marc Lerandy über „den Punkt gegen die heimstärkste Mannschaft der Liga“. Sein Gegenüber war nicht ganz so glücklich, auch wenn der CfR im heimischen Stadion ungeschlagen bleibt. „Offenburg hat sehr gut verteidigt“, sagte Pforzheims Trainer Teo Rus, „und wir sind nicht so in die Räume gekommen. Vor allem in der ersten Halbzeit fehlte bei uns der Spielfluss.“

Abwehrbollwerk der Gäste

Und beim CfR fehlte ein Spieler, der in einer solchen Partie den Unterschied ausmachen kann. Torjäger Dominik Salz saß eine Gelb-Rot-Sperre aus der Partie eine Woche zuvor beim FCA Walldorf II ab. Seine Kopfballstärke und sein Durchsetzungsvermögen im Zweikampf hätte man gegen eine massierte Offenburger Abwehr gut gebrauchen können. Zeitweise verteidigte der OFV mit Fünferkette. Und speziell vor der Pause suchten die Gäste mit schnellem Umschaltspiel auch immer den Weg nach vorne und kamen zu Chancen. Die ersten zwei Versuche von Adrian Vollmer (5., 19.), brachten nichts ein. Beim Versuch von Marco Junker (20.) musste CfR-Keeper Manuel Salz zupacken. Drei Minuten vor der Pause verpasste dann Vollmer eine scharfe Hereingabe mit dem Kopf nur knapp.

Bei Pforzheim spielte Salvatore Tommasi für Salz in der Spitze, Ernesto de Santis, der neu im Team war, hatte die besten Möglichkeiten vor der Pause. Mit seinem Versuch aus 20 Metern scheiterte er an OFV-Schlussmann Dominik Bergdorf, der den Ball aus dem Winkel fischte (24.). Dann fälschte der Offensivspieler einen Schuss von Kapitän Matthias Rutz ab – knapp vorbei (33.).

Nach der Pause hatte Offenburg durch den Kopfball von Max Chrobok die erste gute Chance (49.), Pforzheim wurde nun aber immer dominanter. „Der CfR war in der zweiten Halbzeit deutlich besser. Da konnten wir nichts mehr dagegensetzen. Deshalb sind wir mit dem Punkt sehr zufrieden“, gestand auch Offenburgs Adrian Vollmer, der in der 73. Minute die letzte Gästechance hatte, ein. Mit Cemal Durmus und Oguzhan Tasli für De Santis und Tommasi brachte Teo Rus früh zwei frische Offensivkräfte. An Chancen mangelte es nicht, doch immer wieder hielt Bergdorf sein Team im Spiel. Offenburgs Torhüter entschärfte zwei Freistöße von Fatih Ceylan (60., 64.) ebenso wie die guten Versuche von Tim Schwaiger (78.) und Durmus (83.). Und als Bergdorf zweimal geschlagen war, rettete gegen den Kopfball von Rutz der Pfosten (70.) und gegen Taslis Lupfer (79.) ein Mitspieler auf der Linie.

„Wir waren in der zweiten Halbzeit drückend überlegen. Da müssen wir mehr draus machen“, ärgerte sich Pforzheims Abwehrspieler Ruben Reisig später. Und Cemal Durmus ergänzte: „Wir waren klar besser, aber vor dem Tor fehlte die Kaltschnäuzigkeit.“