

Was lange währt, wird endlich gut. Seit Dienstag steht die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung für den „Ausbau der Spielstätte des 1.CfRPforzheim 1896 e. V. im Brötzinger Tal und Aufgabe des Holzhof“, wie es im üblichen Amtsdeutsch heißt. „Es ist jetzt alles ausverhandelt“, freut sich OB Gert Hager.
„Es war sehr, sehr viel Arbeit und wir sind sehr, sehr erleichtert“, erklärte am Dienstag ein ziemlich geschaffter CfR-Vorstandsvorsitzender Markus Geiser.
Wenn alles glatt geht, und davon ist nach den bisherigen Willensbekundungen der Gemeinderatsfraktionen auszugehen, wird der Stadion-Ausbau auf der Sitzung am Dienstag, 24. Juli beschlossen. Vorberatungen finden zuvor noch in vier zuständigen Ausschüssen statt. Los geht es am kommenden Dienstag um 16.00 Uhr mit dem Sportausschuss.
Als Bauherr fungiert der Verein. Nur so erhält man den Zuschuss des Badischen Sportbundes (BSB) von geschätzten 351.000 Euro. Die Ausschreibung für den ersten Bauabschnitt wird unmittelbar nach dem Gemeinderatsbeschluss erfolgen. Wenn alles glatt geht, können Anfang Oktober endlich die Bagger im Brötzinger Tal anrollen und mit dem Umbau von Platz drei beginnen.
Die gesamte Maßnahme kostet rund 3,3 Millionen Euro und wird über ein Treuhandkonto der Stadt abgewickelt. Der Zuschuss wird in Raten entsprechend dem Baufortschritt gezahlt. Für die Stadt ist das Projekt laut der aktuellen Planungen kostenneutral. Durch den Verkauf des Stadions Holzhof für 2,5 Millionen Euro an die Stadtwerke gibt es einen Bruttozuschuss an den CfR in Höhe von 2,975 Millionen Euro. Der Rest der Bausumme ist laut Etat durch den BSB-Zuschuss gedeckt. Den erhält man, weil 300000 der 2,5 Millionen Euro nicht als Zuschuss, sondern als Ausgleichzahlung für den Verein deklariert werden. Somit kann dieses Geld als Eigenmittel des CfR ausgewiesen werden, eine Voraussetzung für den BSB-Zuschuss. Dies akzeptiert der BSB.
Weil der BSB-Zuschuss nicht sofort ausbezahlt wird, ist eine Zwischenfinanzierung erforderlich. Deshalb erhält der Verein von der Stadt über den Betrag von 350000 Euro ein verzinsliches Darlehen und tritt gleichzeitig den BSB-Anspruch an die Stadt ab.
Für die Übergangszeit bis 2016 darf der 1. CfR Pforzheim weiter das Stadion Holzhof nutzen. Wenn der komplette Umzug vollzogen ist, muss der Verein künftig eine jährliche Stadion-Miete von 4480Euro bezahlen.
Klar ist auch, dass der Judo-Club Pforzheim, der als Untermieter noch Räume im Tribünentrakt nutzt, weichen muss. Die Stadt überlegt, eine geeignete Lokalität anzumieten und diese als neue Trainingsstätte umzugestalten.
Autor: Martin Mildenberger










Leserkommentare (19)
Mehr KommentareIn dem Bericht der PZ steht nicht, in welchem Jahr !! die Bagger im Brötzinger Tal anrollen können. Langsam wird es zur Posse mehr...
Na ich schätze mal noch vor 2016, wenn sie in dem Jahr den Holzhof "plattmachen" wollen. Was dieser Stadionumbau an Kosten verschlingen wird will ich gar nicht wissen........... mehr...
Eine bodenlose Frechheit, gestern der Bericht, daß kein Geld für das städtische Freibad zur Verfügung steht und heute der Bericht. Kostenneutral - sag mal, wollt ihr uns verarschen, diese 2,5 Mio. vom Verkauf hätte man in das Wartbergbad stecken können, so wäre fast der gesamten Stadt geholfen, stattdessen wirds diesen Pleitevereinen in den Ar... geblasen. Man sollte Euch vor den Kadi zerren, kein Haar besser als die, die mit den Derivaten "Geschäfte" gemacht haben. Wann wacht Pforzheim endlich ...... mehr...