

Man darf ja immer gespannt darauf sein, wie eine Fußballmannschaft nach der Winterpause drauf ist. Beim 1. CfR Pforzheim darf man aber in diesem Jahr besonders neugierig sein. Schließlich hat der Verbandsligist einmal mehr turbulente Wochen hinter sich. Vor und in der Winterpause haben nicht weniger als neun Spieler den Verein verlassen. Die Mannschaft wird zwangsläufig ein neues Gesicht erhalten.
Schon vor Beginn der Winterpause war die Trennung von Angreifer Francesco Grifo klar. Dann legte der Club Spielern wie Niko Caleta, Antony Loviso, Thorsten Kraski, Dominik Faber und Dennis Garcia-Franco nahe, sich einen neuen Verein zu suchen. Man plane nicht mehr mit ihnen.
Dann wurde den Kickern mitgeteilt, dass der Verein drastisch sparen müsse, auch im Spielbetrieb. Daraufhin suchten sich Benny Dauenhauer, Enes Karacoca und Kristof Müller neue Vereine. „Mit ihnen haben wir drei Stammspieler verloren“, sagt Rainer Krieg. Der Trainer muss nun in den Testspielen nach einer neuen Formation suchen. „Und wir müssen auf schnellstem Weg die Punkte für den Klassenerhalt holen“, sagt Krieg. Mit 21 Punkten liegt der CfR derzeit auf dem elften Tabellenplatz. Noch sind es fünf Punkte Differenz zu Platz 13, der die Relegation bedeutet. Aber im Brötzinger Tal weiß man, wie schnell so ein Polster aufgezehrt ist.
Gut für das Team ist, dass mit Timo Fuhrmann, Simon Schneider und Maxim Stoljahr drei Akteure zurückgekehrt sind, die vor der Winterpause verletzt fehlten, auch wenn Stoljahr zuletzt erneut verletzt war. Doch Rainer Krieg hat wieder mehr Variationsmöglichkeiten. Geplant ist, dass Samet Tuzluca im Abwehrzentrum Enes Karacoka ersetzt, Lukas Buck könnte als Außenverteidiger für Benjamin Dauenhauer auflaufen. Und im zentralen offensiven Mittelfeld dürfte Bruno Martins ein Comeback auf der Position von Müller feiern, nachdem er zuletzt eine defensivere Aufgabe erhalten hatte.
Am meisten drückte das Team bislang der Schuh im Angriff. Einen klassischen Stoßstürmer, wie ihn der Trainer für seine 4-2-3-1-Formation gerne hätte, fehlt. Welche Rolle Neuzugang Ufuk Kocaoglu vom A-Ligisten Knittlingen spielen kann, bleibt abzuwarten.
In der Vorbereitung gab es bislang drei Erfolge gegen Kreisligisten, zuletzt ein 7:0 beim FC Alemannia Wilferdingen. Weil der eigentlich geplante Test gegen Oberligist Nöttingen ausgefallen ist, wird das Spiel am kommenden Samstag gegen den FV Bühl zum einzigen echten Härtetest vor dem Punktspielstart. Und der führt den CfR am 3. März zum FC Friedrichstal, einem Gegner, der den Pforzheimern in den vergangenen Jahren nicht besonders lag.
Autor: Udo Koller






Leserkommentare (1)
Mehr KommentareWurden auch verschiedene Vorstandtsmitglieder ausgewechselt??Dieser Verein macht sich zwischenzeitlich in der ganzen Region nur noch zum Gespött!! mehr...