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21. Juni 2011
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Zu den besten deutschen Reitern zählte Hubertus von Dewitz auch 2011 in Pforzheim.   Hennrich
Zu den besten deutschen Reitern zählte Hubertus von Dewitz auch 2011 in Pforzheim. Hennrich
Auch mit der widrigen Witterung hatten Reiterinnen wie Heike Willenberger in Pforzheim zu kämpfen.
Auch mit der widrigen Witterung hatten Reiterinnen wie Heike Willenberger in Pforzheim zu kämpfen.
Veranstalter mit Ehrengast: Carl-Fritz Bardusch (Finanzchef Goldstadt-Cup), Weltcup-Sieger Hugo Simon, Fritzi Speidel-Zachmann (RV Pforzheim/AJA-Präsidentin) sowie Erwin Mayer und Michael Walter von der Turnierleitung.  Hepfer
Veranstalter mit Ehrengast: Carl-Fritz Bardusch (Finanzchef Goldstadt-Cup), Weltcup-Sieger Hugo Simon, Fritzi Speidel-Zachmann (RV Pforzheim/AJA-Präsidentin) sowie Erwin Mayer und Michael Walter von der Turnierleitung. Hepfer
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AJA- Reitturnier: Daniel Stappaerts nicht zu bremsen

Hubertus von Dewitz und Heike Willenberger unter den besten Deutschen.

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Es ist ein Turnier der besonderen Art, das der Pforzheimer Reiterverein nun schon zum zweiten Mal auf dem Buckenberg veranstaltet hat. Denn im Gegensatz zum großen CSI Drei-Sterne-Goldstadt-Cup für Profi-Reiter nehmen an der Ambassador-Tour der AJA (International Association of Jumping Riding Ambassadors) nur reine Amateure im gehobenen Alter teil. „Hier geht es nicht um Geld oder Prämien“, betonte Heike Willenberger, die wie rund 75 Reiterinnen und Reitern aus neun Nationen am dreitägigen Pforzheimer Turnier teilgenommen hat. „Bei uns steht der Spaß und die Freundschaft im Mittelpunkt. Aus diesem Grund habe ich mit 51 Jahren auch noch französisch gelernt.“

Das kam der Reiterin aus Mellendorf bei Hannover in diesem Jahr jedenfalls gut zupass. Denn auf dem Hans Günter Winkler-Platz des RV Pforzheim gaben besonders die Belgier und Franzosen den Ton an. Allen voran Daniel Stappaerts, der auf seinen Pferden Bonnibelle und Esperanza die Siege gleich reihenweise abräumte. Das fing schon auf der kleinen Tour im Stechen an, setzte sich auf der großen Tour fort und gipfelte schließlich im Final-Sieg beim Grand Prix.

Dabei hatte der Belgier zwei fehlerfreie Umläufe in einer schnellen Zeit vorgelegt und entthronte damit Vorjahressieger Hubertus von Dewitz, der aber wie 2010 zu den besten deutschen Reitern gehörte. Zum Verhängnis wurde dem Mann aus Celle, der in Tettnang am Bodensee lebt, dummerweise der erste Umlauf auf seiner 12-jährigen Hannoveraner Stute Sina. Über die 14 Hindernisse mit 16 Sprüngen erzielte von Dewitz zwar mit 66,10 Sekunden Bestzeit. Bei der dreifachen Kombination fiel aber auch ein Mal der Balken. „Normalerweise schafft Sina das mit links. Beim zweiten Sprung haben wir uns beide aber ein klein wenig verschätzt“, analysierte der 62-Jährige, der selber Pferde züchtet, einreitet und ausbildet. Sogar auf Hufeisen im Parcours verzichtet der Autodidakt und Pferdeliebhaber. „Wenn die Tiere gute Hufe haben, brauchen sie das nicht unbedingt. Und bei mir zu Hause auf der Wiese sind sie das ohnehin gewohnt“, verriet der deutsche Topreiter unter den Amateuren.

Immerhin reichte es für Hubertus von Dewitz auf Sina zu einem Erfolgserlebnis auf der großen Tour. Im Gegenzug glänzte seine deutsche Kollegin Heike Willenberger im Top-Ten-Finale auf Platz zwei und wurde dabei nur knapp vom Überflieger Daniel Stappaerts geschlagen.

Das nötige Glück stand dem Belgier auch bei der Teamwertung im Nationenpreis zur Seite, den seine Mannschaft klar vor den Franzosen gewann. Deutschland I mit Heike Willenberger belegte lediglich Rang vier. „Da spürt man richtig, wie die Nationen zusammenrücken und sich zusätzlicher Ehrgeiz entwickelt“, schwärmte die Niedersächsin vor allem vom guten Teamgeist, den auch Erwin Mayer von der Turnierleitung hervorhob. „Wir sind wie eine kleine europäische Reiterfamilie. Man misst sich im sportlichen Wettstreit. Eine Niederlage ist aber kein Weltuntergang“, so der Heilbronner.

Das bewies im Übrigen auch Reiterveteran Guy Rohmer auf seinem Hengst Pagny du Fleury. Beim Großen Preis muss der Franzose wegen eines heftigen Regenschauers offenbar kurzzeitig die Orientierung verloren haben und nahm die dreifache Kombination deswegen doppelt in Angriff. Für den wohl kuriosesten Ritt des gesamten Turniers erntete er zwar reichlich Gelächter aber auch den frenetischen Beifall seiner Kollegen.

Auch ein Profi machte den Amateuren die Aufwartung. Der Österreicher Hugo Simon, einst Weltcupsieger, der inzwischen sein Domizil in der Pfalz hat, schaute auf dem Pforzheimer Buckenberg, wo er auch schon beim Goldstadt-Cup den Großen Preis gewonnen hat, vorbei.

Autor: peter hepfer | pforzheim

21.06.2011
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