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28.07.2009

Anton Fink vom KSC weiß: „Ich muss mich reinkämpfen“

600 000 Euro hat Fußball-Zweitligist Karlsruher SC für Anton Fink an die Spielvereinigung Unterhaching überwiesen. Die Erwartungen sind hoch an den Stürmer, der in der Vorsaison mit 21 Treffern Torschützenkönig der 3. Liga war. Fink wollte unbedingt zum KSC wechseln, auch weil seine Freundin Jasmin in Pforzheim wohnt. PZ-Mitarbeiter Peter Putzing hat sich mit dem waschechten Bayern unterhalten.

PZ: Herr Fink, Ihr Wechsel zum KSC wurde wegen der hohen Ablöse zum Geduldspiel für alle Beteiligten. Fiel Ihnen ein großer Stein vom Herzen, nachdem alles klar war?
Anton Fink: Das ganze Theater ging zehn Wochen. Als endlich Klarheit herrschte, war ich richtig froh.

PZ: Sie hatten mehrere Angebote. Warum fiel die Entscheidung ausgerechnet für den KSC?
Fink: Zum einen hat der KSC eine gute sportliche Perspektive, zum anderen hat mir Trainer Edmund Becker klar gemacht, dass er mich will. Ich habe mich mit ihm in Karlsruhe und mit Manager Rolf Dohmen in München getroffen. Das waren gute Gespräche. Zudem kenne ich den Wildpark. Ich war mit den Amateuren von 1860 München hier und ich weiß, dass der KSC ein großer Club ist.

PZ: Ihre Freundin Jasmin stammt aus Pforzheim. War das ein wichtiger Grund, zum KSC zu wechseln?
Fink ( schmunzelt): Nein, na ja... Kaum….
 
PZ: Werden Sie nach Pforzheim oder nach Karlsruhe ziehen?
Fink: Ich ziehe nach Karlsruhe, in die Nähe vom Stadion.
 
PZ: Wie sind Ihre Eindrücke nach der ersten Trainingswoche?
Fink: Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen. Über diesen herzlichen Empfang bin ich froh.

PZ: Trainer Edmund Becker hält viel von Ihnen. Ist damit klar, dass Sie von Anfang an zur Stammelf gehören werden?
Fink: Ich kam spät zum KSC und muss mich zuerst in die Mannschaft reinkämpfen. Ich weiß, dass der Trainer hinter mir steht und das tut mir sehr gut. Aber ob ich gleich in der ersten Elf bin, das weiß ich heute noch nicht. Ich muss abwarten.

PZ: Sie haben als 21-jähriger Drittligaspieler rund 600 000 Euro Ablöse gekostet. Belastet Sie das? Hat man diese Summe im Hinterkopf?
Fink: Nein. Ich bin froh, hier meinen Beruf ausüben zu können und ich denke, dass ich das alles dem Verein zurückzahlen werde.

PZ: Trainer Becker lobt Ihre Vielseitigkeit. Sie könnten in der Sturmspitze ebenso erfolgreich agieren wie auf den offensiven Halbpositionen. Hat er recht?
Fink: Ja, und ich denke schon, dass für jeden Kader Spieler wichtig sind, die auf verschiedenen Positionen einsetzbar sind. Ich kann rechts und links im offensiven Mittelfeld spielen. Das sind zwar nicht meine Lieblingspositionen, aber ich spiele die auch. Ganz vorne, um den Stoßstürmer herum, das ist meine Lieblingsposition.

PZ: Sie haben 21 Treffer für Unterhaching erzielt. Jetzt geht’s eine Klasse höher in die 2. Liga. Wie viele Tore werden es da?
Fink: Abwarten, ich habe keine Zahl im Kopf. Ich lasse das alles auf mich zukommen. Und um mir Ziele zu stecken, muss ich erst die Mannschaft besser kennenlernen.

PZ: Aber das große Ziel dürfte doch der Aufstieg mit dem KSC in die Erste Bundesliga sein, oder?
Fink: Klar, die Erste Bundesliga muss doch das Ziel jedes Fußball-Profis sein.

PZ: Sie haben die Nummer 14 auf dem Trikot ausgewählt. Warum?
Fink: Die Nummer hat mir in Unterhaching Glück gebracht, daher wollte ich sie behalten.

PZ: Wissen Sie, dass es einen Stürmer der absoluten Weltklasse gab, der die 14 trug?
Fink: Ja, Johan Cruyff.

PZ: Ein Vorbild?
Fink: Nein, das ist Wayne Rooney.