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01. September 2010
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Michael Ballack bleibt Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Aber so richtig glücklich schien er mit der Entscheidungvon Nationaltrainer Jogi Löw nicht zu sein. Interviews wollte er keine geben.
Michael Ballack bleibt Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Aber so richtig glücklich schien er mit der Entscheidungvon Nationaltrainer Jogi Löw nicht zu sein. Interviews wollte er keine geben.
© dpa
Der alte Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft wird auch der neue bleiben: Michael Ballack (links) soll aber mit dem während der WM in Südafrika als Spielführer fungierenden Philipp Lahm eine Art Doppelspitze bilden.
Der alte Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft wird auch der neue bleiben: Michael Ballack (links) soll aber mit dem während der WM in Südafrika als Spielführer fungierenden Philipp Lahm eine Art Doppelspitze bilden.
© dpa
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Ballack bleibt Nationalelfkapitän - und schweigt

Nach der Mannschaft hat Bundestrainer Joachim Löw heute die Öffentlichkeit über seine Planungen in der Kapitäns-Frage auf dem Weg zur Fußball-EM 2012 unterrichtet. Nach wochenlangem Rätselraten bilden nun der seit 2004 amtierende Michael Ballack und der während der WM in Südafrika als Spielführer fungierende Münchner Philipp Lahm eine Art Doppelspitze bilden.

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Bildergalerie: Ballack bleibt Nationalelfkapitän – Doppelspitze mit Lahm
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Kein Lächeln, keine Geste, kein Kommentar - auch nach der Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw, ihn im Amt des Nationalmannschafts-Kapitäns zu belassen, blieb Michael Ballack verschlossen. Mit einem knappen „Nein“ verließ er am Mittwochmittag als erster Profi den Trainingsplatz in Leverkusen - vorbei an TV- Kameras und der fragenden Journalistenschar. Der zeitgleiche Rummel um seine Person bei der DFB-Pressekonferenz im rund 200 Kilometer entfernten Frankfurt ließ ihn scheinbar völlig kalt. Nur Mannschaftskollege Simon Rolfes sprach aus, was alle Leverkusener dachten: „Diese Diskussion war nicht förderlich. Es ist gut für ihn und für uns alle, dass die Entscheidung gefallen ist.“

In einer Teamsitzung am Dienstagabend unterrichtete der 50-jährige Löw die Nationalspieler über die künftige Verfahrensweise. Ballack, der wegen einer schweren Fußverletzung die Weltmeisterschaft verpasst hatte, soll die Mannschaft wieder als Kapitän anführen, wenn er in die DFB-Auswahl zurückkommt. Für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele am Freitag in Brüssel gegen Belgien sowie vier Tage später in Köln gegen Aserbaidschan verzichtet Löw wegen mangelnder Fitness auf den 33 Jahre alten Routinier.

Frühestens für den Doppelspieltag im Oktober gegen die Türkei und in Kasachstan könnte Ballack von Löw wieder berufen werden und dann als Kapitän seine Länderspiele 99 und 100 bestreiten. Spielt Ballack nicht, soll Lahm wie schon beim Turnier in Südafrika als Kapitän fungieren. Löw hat dem Machtkampf zwischen Ballack und Lahm zunächst einmal etwas an Brisanz genommen.

„Die WM hat gezeigt, dass wir die Verantwortung auf mehrere Schultern übertragen müssen. Man hat auch gesehen, einer allein kann es nicht. Es sind viele Chefs auf dem Platz gefragt“, verdeutlichte Bierhoff die Vorstellungen der sportlichen Leitung. Nach der Kapitäns-Entscheidung soll der Fokus nun ganz auf den Start in die EM-Qualifikation gerichtet werden.

Im Tor wird in den EM-Qualifikationsspielen wie bei der WM Manuel Neuer stehen. „Manuel hat ein hervorragendes WM-Turnier gespielt. Wir planen mit ihm“, verkündete Löw. Der Schalker erhält den Vorzug gegenüber dem genesenen René Adler. Der Leverkusener hatte das Turnier in Südafrika wie Ballack wegen einer Verletzung verpasst und teilt sich künftig die Rolle der Nummer 2 mit dem Bremer Tim Wiese. Die Neuer-Konkurrenten sollen in Testspielen neue Bewährungschancen erhalten.

 

Löw geht mit dem „Maximalziel von sechs Punkten“ in die ersten zwei EM-Qualifikationsspiele. „Für die Spieler heißt es, sich neu zu beweisen“, sagte der Bundestrainer. Zum Auftakt gegen Belgien seien alle Spieler einsatzfähig, auch der an Rückenproblemen laborierende Stürmer Stefan Kießling, berichtete der Bundestrainer: „Ich zähle Belgien mit den Türken und Österreich zu unseren Mitstreitern auf dem Weg zum Gruppensieg.“ Nur der Gruppen-Erste qualifiziert sich direkt für die EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine.

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