

PFORZHEIM. Der Sieg im Derby gegen den KSV Ispringen hat den Brötzinger Ringern offenbar Appetit auf mehr gemacht. Auch Verbandsliga-Spitzenreiter ASV Daxlanden kam im Duell mit den „98ern“ nicht ungeschoren davon.
Im Nachholkampf an der Wildbader Straße behielten die Gastgeber deutlich mit 27:13 die Oberhand und brachten dem Tabellenführer aus Karlsruhe damit die erste Saisonniederlage bei.
„So sehen Sieger aus“, skandierte das Brötzinger Publikum am späten Dienstagabend nach dem vorentscheidenden 3:1-Sieg, den Freistil-Ringer Albinus Kiefer gegen den Daxlandener Paul Sabotta herausgeholt hatte. Und im abschließenden Kampf setzte der Pole Lukasz Tarnecki auch noch dem Brötzinger Erfolg die Krone auf, indem er seinen Gegner Andreas Jekel spektakulär auf die Schultern zwang. „Das war eine super Mannschaftsleistung. Jeder hat sein Scherflein beigetragen“, schwärmte SV-Trainer Eckhard Knodel, nachdem sich seine Mannschaft mit „LaOla“ von den begeisterten Fans verabschiedet hatte.
Von Beginn an lag eine gewisse Brisanz in der Begegnung, zumal ASV-Coach Marek Henne vor zwei Jahren auch schon die Brötzinger trainierte, damals aber im Streit seinen Abschied nahm. So war es auch kein Wunder, dass der einstige Bundesliga-Ringer selber auf die Matte ging. Seine vier Punkte gegen Alexander Westermann (96 Kilo) konnten die Niederlage aber nicht verhindern. Besonders in den niederen Gewichtsklassen gaben die Brötzinger den Ton an. Ralf Quehenberger (55 Kilo) landete bereits nach einer Minute den ersten Schultersieg. Eigengewächs David Wagner (60 Kilo) legte trotz eines 0:2-Rundenrückstands gegen Andreas Damler nach und auch sein älterer Bruder Jürgen machte mit seinem Daxlandener Widersacher kurzen Prozess.
Wichtige Zähler zum 15:4-Pausenstand steuerte außerdem Frank Zeiher bei. Im Duell mit dem unangenehmen Puria Ghadiri brachte der SV-Routinier trotz Kopfverletzung einen 3:1-Punktsieg sicher nach Hause. „Entscheidend war für mich aber das Schwergewicht“, betonte Eckhard Knodel und sprach ein Sonderlob für Eduard Reich II aus, der seinen knapp 20 Kilogramm schwereren Gegner Alexander Miller durch technische Überlegenheit bezwang. Niederlagen mussten auf Brötzinger Seite lediglich noch Patrick Windelband (84 Kilo/1:3 gegen Marc Elmlinger) und Eduard Reich I (84 Kilo/0:4 gegen Florian Enderle) hinnehmen.
„Wir haben gleich in mehreren Gewichtsklassen versagt“, schimpfte Daxlandens Trainer Marek Henne. „Einige meiner Ringer haben wohl gedacht, ich erzähle Märchen, als ich vor diesem Gegner gewarnt habe.“ Ob die Brötzinger Siegesserie auch weiter hält, wird sich schon am kommenden Samstag zeigen. Dann tritt der Tabellendritte wiederum zu Hause gegen den RSC Mannheim-Schönau (20 Uhr) an.
Autor: PZ-Mitarbeiter Peter Hepfer





